Bestes Whey Protein (09/2020)

Whey Protein ist zweifellos der Rockstar unter den Nahrungsergänzungsmitteln im Fitnessbereich. Kein anderes Supplement ist so populär wie das Eiweißpulver welches hauptsächlich für Proteinshakes verwendet wird. Mit zahlreichen Geschmacksrichtungen, einer guten Löslichkeit und im Shaker als idealer Begleiter für unterwegs, überzeugt das schnell resorbierbare Proteinpulver mit hoher biologischen Wertigkeit. Wo die Unterschiede zwischen Konzentrat und Isolat liegen, wer welches Whey Protein kaufen sollte und welche Produkt in unserem Test besonders gut abgeschnitten haben, erfährst du im Folgenden.

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Was ist Whey Protein?

Wheyprotein oder auch Molkenprotein kommt aus der Milch. Milcheiweiß setzt sich aus zwei Proteinen zusammen. Den größten Anteil mit etwa 80% macht Casein, von lateinisch ‘caseus’, aus, was schlicht Käse heißt. Wie der Name bereits schlussfolgern lässt, wird dieses Protein zur Käseherstellung verwendet. Magerquark hat einen Proteinanteil von 12 Gramm pro 100 Gramm. Milch kann mit etwa 3,5 Gramm Eiweiß aufwarten. Die restlichen 20% des Milcheiweißes sind Molkenprotein beziehungsweise Whey Protein, um den gebräuchlicheren Begriff zu verwenden. Während es sich bei Casein um ein wasserunlösliches Eiweiß mit einer sehr langen Verweildauer im Magen und durch Studien nachgewiesen sogar opioidalen Wirkungen sehr langsam resorbiert wird, also aufgespalten in seine Bestandteile, die Aminosäuren und so über mehrere Stunden kontinuierlich Aminosäuren in den Blutkreislauf gelangen, ist Wheyprotein ein wasserlösliches und schnell verdauliches Protein, wessen Aminosäuren schon nach sehr kurzer Zeit zur Verfügung stehen. Deshalb wird es auch in der Pre- und Post-Workout-Nutrition so gerne verwendet. Auch die biologische Wertigkeit von Molkenprotein ist sehr hoch.

WHEY KONZENTRAT

Der Klassiker ist nach wie vor das Whey Konzentrat. Es ist die günstigste Form und genießt deshalb auch die größte Popularität. Whey Konzentrat ist am wenigsten verarbeitet, was in der Praxis heißt, dass hier mehr zusätzliche Bestandteile aus der Milch wie Fett und Milchzucker (Lactose) enthalten sind. Die Erklärung dafür ist simpel. Um das Protein aus Milch gewinnen zu können, wird auf ein physikalisches Verfahren zur Trennung der einzelnen Bestandteile zurückgegriffen. Die Filtration. Man kann sich das Ganze so vorstellen, dass die verschiedenen Bestandteile der Milch wie Fett, Milchzucker und Protein Kugeln entsprechen, die unterschiedlich groß sind. Werden diese nun aufgrund ihrer Partikelgröße gefiltert, kann man sie voneinander trennen. Wird gröber gefiltert, bleiben mehr weitere Bestandteile enthalten. Das Konzentrat hat aus diesem Grund einen höheren Fett- und Kohlenhydratanteil als beispielsweise Whey Isolat. Was bedeutet das? Ist Konzentrat nicht so hochwertig wie Isolat? DOCH! Ist es. Isolat hat zwar ein paar Kalorien weniger, was daraus resultiert dass der Netto-Proteinanteil etwas höher ist und die anderen Makronährstoffe Fett und Kohlenhydrate hier nahezu komplett entfernt wurden – in der Praxis macht dies jedoch in Bezug auf die Wirkung keinen Unterschied. Anfänger sollten deshalb zum günstigeren Konzentrat greifen und sich vom geschickten Marketing was die Eigenschaften vom Isolat anbelangt, nicht blenden lassen. Der Proteinanteil liegt beim Whey Konzentrat Pulver üblicherweise bei etwa 80 bis 85 Prozent. Die restlichen 15 bis 20 Prozent setzen sich dann entsprechend aus anderen Nährstoffen und Zusatzstoffen wie Süßungsmitteln und Farbstoffen zusammen.

WHEY ISOLAT

Mit einem noch höheren Proteinanteil kann das Whey Isolat aufwarten. Etwa 90 bis 95 Prozent entfallen hier auf das Protein. Der höhere Eiweißgehalt schlägt sich aber auch deutlich auf den Preis nieder. Verantwortlich ist dafür hauptsächlich der kostenintensivere Herstellungsprozess mit einer besseren Filtrationsmethode. Aber auch den hohen Proteinanteil in Verbindung mit dem reduzierten Anteil an anderen Bestandteilen und das Image der besseren Qualität für dieses Produkt lassen sich Hersteller bezahlen. Ein Argument für die Isolat-Form, welches von Herstellern manchmal herangezogen wird, ist, dass es beim Whey Isolat im Gegensatz zum Konzentrat seltener zu Verdauungsproblemen kommt, da weniger Lactose enthalten ist. Der Kohlenhydratanteil im Konzentrat liegt bei etwa 5 bis 6 Gramm auf 100 Gramm. Wer tatsächlich Verdauungsprobleme oder Beschwerden haben sollte, kann natürlich ein Isolat ausprobieren. Die meisten sollten aber keine Probleme haben.

Whey Hydrolysat

Neben Konzentrat und Isolat gibt es noch weitere Formen wie das hydrolisierte Wheyprotein. Dieses Protein wurde bereits teilweise enzymatisch in seine Bestandteile, die Aminosäuren, aufgespalten. Konsumiert man ein solches Produkt, muss der eigene Organismus diesen Prozess also nicht mehr vollumfänglich selbst vornehmen. Das Hydrolyseverfahren sorgt für eine einfachere Verdauung des Proteinpulvers. Das Eiweiß wird praktisch vorverdaut, indem lange Proteinketten in kürzere Di- und Tripeptide die entsprechend aus weniger Aminosäuren bestehen, zerlegt werden. Geschmacklich ist das Hydrolysat nicht besonders überzeugend und eher bitter. Es ist in Kapsel- und Tablettenform erhältlich, aber auch als gewöhnliches Eiweißpulver. Im Vergleich mit den anderen Varianten ist es die teuerste. Bei der Hydrolyse gehen zudem immunmodulierende Stoffe verloren.

Das beste Whey Protein?

Eiweißshakes sind eine ideale Ergänzung für Sportler, Fitnessbegeisterte und Bodybuilder. Ein Shake ist schnell zubereitet und lecker. Aber das Nahrungsergänzungsmittel entscheidet am Ende nicht darüber wer vorankommt beim Muskelaufbau oder in der Diät und wer auf der Stelle trampelt und nicht vom Fleck kommt. Viele Faktoren müssen stimmen und dann spricht auch nichts dagegen, mit schmackhaften Proteinshakes hochwertiges Eiweiß zuzuführen. Entscheidet man sich hier für Whey Protein, sollte man ein solides Konzentrat kaufen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist ideal.

Gibt es veganes Whey Protein?

Whey Protein ist ein Bestandteil der Milch und wird deshalb grundsätzlich aus dieser gewonnen und kann daher auch nicht vegan sein. Es gibt aber unzählige Alternativen. Vegane Eiweißquellen für Muskelaufbau und Diät sowie veganes Proteinpulver sind in zahlreichen Varianten erhältlich. Es kann per Definition aber kein veganes Whey Protein geben. In Hinsicht auf biologische Wertigkeit und Resorptionsgeschwindigkeit muss man bei den veganen Supplements oft Abstriche machen, weil das klassische Molkenprotein beziehungsweise Whey Protein hier überlegen ist. In der Praxis ergeben sich hieraus aber in der Regel keine Nachteile.