Bananenchips selber machen

Leckerer Snack für Gesundheits-Fetischisten (© dima_pics – Fotolia)

Bananen sind großartig. Sie sind gesund, schmecken köstlich und sind darüberhinaus das ganze Jahr über erhältlich. Besonders praktisch ist ihre Verpackung – die Schale. Wenn einen die Lust packt und man über die Banane herfällt, reißt man ihr einfach die Schale vom Leib und schon kann es losgehen mit dem Verzehr. Ob als Zwischenmahlzeit, als Bestandteil im Müsli oder dem Quark – die Dschungelwürstchen haben es in sich und sind nicht zu unrecht nach dem Apfel die beliebteste Obstsorte in Deutschland.

Besonders lecker sind selbstgemachte Bananenchips. Im Gegensatz zu ihren Verwandten im Supermarkt-Regal, sind sie jedoch weder frittiert noch mit weiteren Süßungsmitteln wie Honig oder Zucker versetzt und enthalten auch sonst keinerlei Zusatzstoffe. Man weiß einfach, was man hat. Ein Genie muss man bei der Zubereitung nicht sein und in den meisten Fällen dürfte alles was benötigt wird, bereits irgendwo in der Küche zu finden sein.

Was wir brauchen:

  • Bananen:
    Am besten nicht nur eine Halbe, damit der Aufwand sich auch lohnt. Wir empfehlen zwei bis drei Bananen für Ersttäter zum Testen ob die Chips den eigenen Geschmack auch treffen und fünf bis 10 Bananen für Wiederholungstäter. Der Energieverbrauch ist der Selbe. Ob es nur eine Bananenscheibe ist oder 10 Bananen.
  • Backpapier:
    Darauf werden es sich die Bananenscheiben bequem machen, während man sie ins Solarium bzw. den Herd oder die Mikrowelle gibt.
  • Messer oder Hobel
  • Ein paar Minuten Zeit

Alles parat? Dann kann es auch schon losgehen. Besonders gut eignen sich übrigens auch Bananen, die die beste Zeit hinter sich zu haben scheinen und schon dabei sind braun zu werden.

Anleitung:

    • Schritt 1:

Bananen schälen und in Scheiben schneiden. Je dicker die Bananenchips am Ende sind, je länger benötigen sie auch zum trocknen. Sind sie allerdings zu dünn, bricht der ein oder andere aber auseinander und außerdem schmecken sie hauchdünn auch nicht so gut. Wir empfehlen etwa 3 bis 4 Millimeter. Augenmaß reicht in der Regel, ein Lineal wird nicht benötigt. Wenn man einen Gemüsehobel hat, kann man diesen auch wunderbar zum Bananenhobel umfunktionieren. Das geht zwar schneller, da die Konsistenz aber nicht mit der von beispielsweise einer Salatgurke zu vergleichen ist, sollte man die Sache am besten gelassen angehen.

    • Schritt 2:

Nun dürfen es sich die angehenden Chips auf einem Backpapier bequem machen, welches man dann mit einem Backblech in den Ofen schiebt. Der Abstand zwischen den einzelnen Scheiben muss nicht allzu groß sein. Man kann sie recht pepp zusammen rücken. Kleiner werden sie beim Trocknen von allein. Mit etwas Zitronensaft und gegebenenfalls etwas Honig lässt sich eine Marinade machen, in die man die Bananenscheiben entweder vorab eintaucht oder auf dem Backblech mit einem Pinsel bestreicht. Je nach Geschmack. Wer besonders experimentierfreudig ist, kann auch etwas Zimt oder Vanillezucker zur Veredelung verwenden.

    • Schritt 3:

Befindet sich das Backblech im Ofen, kann es auch schon losgehen. Übertreiben sollte man es allerdings nicht. Der Vorgang des Trocknens ist recht zeitaufwendig. Die Temperatur darf nicht zu hoch sein, sonst werden sie außen schon schwarz, während sie innen noch matschig sind. Schmeckt sicher auch interessant, als Bananenchips sollte man diese Variation aber nicht bezeichnen.

Die Ofentemperatur sollte bei Umluft zwischen 60 und 80° Celsius liegen. Mit vier bis sechs Stunden sollte man dann rechnen. Zum Test kann man nach diesem Zeitraum einen Chip entnehmen und ihn anschneiden oder gleich aufessen und dann gegebenenfalls einen Aufschub gewähren.

Voilla, der gesunde Obstsnack ist fertig und kann theoretisch auch gleich verzehrt werden. War gar nicht so schwierig, oder? Getrocknet hält er sich luftdicht verpackt auch ein paar Wochen – man muss also nicht gleich alle verschlingen. Aber Vorsicht, könnte gesund sein!

Guten Appetit!

Inhaltsstoffe, Nährwerte & Kalorien

Nährwerte pro 100 GrammBananenBananenchips
(Bananen getrocknet)
Energie92 kcal
383 kJ
302 kcal
1262 kJ
Protein1 g4 g
Fett0,2 g0,6 g
Kohlenhydrate20 g65 g
Ballaststoffe1,8 g6,4 g
Vitamine
Vitamin C10 mg30 mg
Vitamin B10,04 mg0,11 mg
Vitamin B20,06 mg0,15 mg
Vitamin B60,36 mg0,90 mg
Vitamin B120,0 µg0,0 µg
Vitamin E0,3 mg0,8 mg
Folsäure15 µg35 µg
Carotine (Beta-Carotin)30 µg90 µg
Vitamin A1 (Retinol)0 µg0 µg
Mineralstoffe
Natrium (Na)1 mg3 mg
Kalium (K)370 mg1200 mg
Calcium (Ca)7 mg20 mg
Magnesium (Mg)30 mg100 mg
Phosphat (P)20 mg70 mg
Eisen (Fe)0,4 mg1,2 mg
Zink (Zn)0,2 mg0,5 mg
Quelle: "Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Nährwerttabelle"