Tofu marinieren – so geht’s richtig!

Immer mehr Menschen entschließen sich dazu, vegetarisch oder vegan zu leben. In der heutigen Zeit tut das nicht nur der Gesundheit, sondern auch dem Klima gut. Viele greifen daraufhin schnell zu Tofu als direktem Fleischersatz – und werden herbe enttäuscht. Fehlerhaft zubereitet schmeckt das Sojaprodukt meist geschmacksneutral und überzeugt nicht gerade durch seine oft wässrige Konsistenz.

Doch mit der richtigen Technik und einer aromatische Marinade wird jeder Tofu zum absoluten Hit in der Küche. Die Herausforderung dabei: die Marinade, und dadurch den Geschmack, in den Tofu bringen. Wie das geht? Indem man so viel Wasser wie möglich aus dem Tofu presst. Denn: Je weniger Wasser im Tofu zurückbleibt, desto besser nimmt er die Marinade auf. Wer braucht überhaupt Fleisch, wenn man Tofu in knusprige, goldbraun angebratene kulinarische Highlights verwandeln kann?

Um das zu erreichen sollte man bereits beim Kauf des Sojaprodukts auf die richtige Sorte und entsprechende Qualität achten. Das bedeutet nicht, dass Tofu teuer sein muss. Viele Supermärkte bieten inzwischen ihre Eigenmarken an, die durchaus bezahlbar und kulinarisch hochwertig sind. Je nachdem welches Gericht man zubereiten möchte, sollte man auch die verschiedenen Sorten beachten: Seidentofu lässt sich durch seinen hohen Wasseranteil beispielsweise ideal in Süßspeisen verarbeiten, Naturtofu ist solide Grundlage für „Tofu-Hack“ und Räuchertofu ist die herzhafte Einlage für die kräftige Suppe.

Vor jeglicher Marinade ist jedoch ein Schritt essentiell: Tofu muss entwässert werden. Wer keine Tofu-Presse besitzt kann den Tofu ganz einfach über Nacht in einem Plastikbeutel einfrieren und am nächsten Tag etwa vier Stunden lang bei Raumtemperatur auftauen. Das Wasser anschließend vorsichtig ausdrücken und den Tofu nochmals auf einem Handtuch trockentupfen.

Nach der „Entwässerung“ den Tofu vorsichtig in mundgerechte Stücke schneiden und in eine flache Form zum Marinieren legen. Für die Marinade etwas Erdnussöl, Sojasauce und Ahornsirup mischen und frischen Ingwer und Knoblauch fein gehackt hinzugeben. Nochmals durchmischen und anschließend über den Tofu geben. Die Tofustücke sollten gleichmäßig mit der Marinade bedeckt sein, sodass sie diese gut aufnehmen können. Je länger der Tofu in der Marinade liegt, desto intensiver wird der Geschmack. So lässt er sich beispielsweise prima am Abend vorher vorbereiten: Tofu marinieren, in einen Plastikbeutel oder ein zugedecktes Gefäß geben und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.

Die Marinaden lassen sich vielfältig variieren – je nach Geschmack und Gericht. Wer es gerne scharf mag kann der Marinade Chili und würziges Paprikapulver beimischen. Wer gerne fruchtig isst und den Tofu zum sommerlichen Salat reichen möchte mischt Sesamöl, Sojasoße, Agavendicksaft und den Saft einer frisch gepressten Orange. Und wer es besonders exotisch mag, beispielsweise im Ananas-Curry, kann Kokosmilch, Limette und etwas braunen Zucker als Marinade verwenden. Die Möglichkeiten sind hier unbegrenzt!