Wieso die Sternfrucht so gesund ist und fast keine Kalorien hat

Sie ist wohl der dekorativste Stern am tropischen Früchtehimmel – die Karambole. Kunstvoll setzt sie sich mit ihrer einzigartigen Form in Szene, dabei ist ihre namensgebende Schönheit auf den ersten Blick kaum zu erkennen. Erst wenn ihr knackig, süß-säuerliches Fruchtfleisch in feine Scheiben geschnitten wird, gibt sie ihr verborgenes Talent preis. Da sind Groß und Klein gleichermaßen verzückt, wenn aus der etwa 10-20 cm langen, fünffach gerippten, grün-gelben Frucht plötzlich wunderschönste Sterne entstehen. Und weil genau das ihr signifikantes Merkmal ist, wird die Karambole hierzulande wesentlich häufiger als Sternfrucht bezeichnet.

Wo die leckere Frucht herkommt

Ursprünglich aus Malaysia, Südostasien und Indien stammend, ist die Sternfrucht heute auch in Afrika, Südamerika, Indonesien, China und auf den karibischen Inseln beheimatet. Von dort aus findet die Frucht des Gurkenbaumes, ganzjährig ihren Weg in die hiesigen Lebensmittelmärkte. Die leicht nach Jasmin duftenden Beeren werden dazu unreif geerntet und reifen erst während ihrer Lagerung langsam nach. Doch auch wenn sie jederzeit im Handel zu finden sind, haben die saftigen Tropenfrüchte ihre Hauptsaison im Herbst und Frühwinter, wunderbar passend zur Weihnachtszeit, wo sie dann hübsch drapiert auf Torten oder Desserts ihren großen Auftritt haben.

Inhaltsstoffe: Was die Sternfrucht so gesund macht

Neben ihrer Paraderolle als schmückendes Beiwerk punktet die Karambole obendrein direkt noch mit allerhand gesunder Vorzüge. Dabei setzt sie voll auf Natürlichkeit und das nicht nur in Hinblick auf ihr äußeres Erscheinungsbild, sondern auch als exotische Köstlichkeit, denn wegen ihres hohen Wassergehaltes ist sie zum Garen oder Kochen eher ungeeignet und wird deshalb am liebsten roh genossen. Dieser hohe Wasseranteil macht die erfrischende Exotin nebenbei zu einem echten Schlankobst. Die Sternfrucht ist praktisch fettfrei und kalorienarm, dabei aber reich an unzähligen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen. Ihr hoher Vitamin-C-Gehalt macht fast ein Drittel des täglichen Bedarfs aus und ist gerade in der kalten Jahreszeit ein idealer Immun-Booster. Außerdem sorgen die Vitamine A und B, sowie Kalium, Phosphor und Eisen zusätzlich für einen gesundheitlich positiven Beitrag.

Ist die Frucht im Sternenoutfit giftig?

Nein! Doch bei all der inhaltlichen Stärke ist auch Vorsicht geboten, denn nicht jeder kann die Sternfrucht uneingeschränkt genießen. Ihr hoher Anteil an Oxalsäure sorgt zwar einerseits für das erfrischend, vor allem säuerliche Aroma, hemmt aber gleichzeitig die zusätzliche Aufnahme von Eisen, was gerade für Menschen mit einem entsprechenden Mangel wissenswert sein sollte. Eine wesentlich größere Gefahr stellt die Karambole allerdings für Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen dar, denn ihr Verzehr kann zu bedrohlichen Vergiftungserscheinungen führen, ausgelöst durch den Stoff Caramboxin. Beim gesunden Menschen wird dieser Stoff einfach durch die Nieren herausgefiltert und der tropische Fruchtgenuss ist weitestgehend unbedenklich. Daher muss auf das köstlich exotische Obst auch künftig nicht verzichtet werden und darf natürlich weiterhin in spritzigen Cocktails karibischen Charme versprühen oder köstliche Gerichte raffiniert aufpeppen.