Schwarzer Reis: Gesunde und leckere Alternative

Reis gehört zusammen mit Weizen zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln der Menschen. Er wird seit über 8.000 Jahren in Asien gezüchtet. So stammt auch der schwarze Reis ursprünglich aus China. Er ist nicht zu verwechseln mit dem schwarzen Wildreis, der streng genommen kein echter Reis ist, sondern ein sogenannter Wasserreis aus der Familie der Süßgräser.

Beim schwarzen Reis sind die äußeren Schichten durch Pigmentierung gefärbt, innen ist er vollkommen weiß. Diese Färbung bewirken die Pflanzenfarbstoffe Anthocyane. Wer schwarzen Reis kauft, bekommt also einen Vollkornreis: Er ist entspelzt, aber nicht geschliffen oder gehäutet. So stecken in den bekannten Silberhäutchen viele wertvolle Inhaltsstoffe. Überhaupt hat schwarzer Reis mehr zu bieten als seine weiße Verwandtschaft:

  • Er ist erstaunlich fettreich.
  • Er enthält sehr viel Eiweiß.
  • Er ist reich an Eisen und Kupfer.
  • Der Stoff Anthocyan beeinflusst den Cholesterinspiegel positiv.
  • Seine Antioxidantien schützen den Körper vor Alterungsprozessen.
  • Der regelmäßige Verzehr soll vor einigen Krankheiten wie Herzbeschwerden, Diabetes und sogar Krebs schützen.
  • Außerdem hilft er bei Verdauungsproblemen.

Der schwarze Reis war einst selten und seine Pflege aufwendig. Daher galt er als „verbotener Reis“ und war in China ausschließlich der kaiserlichen Familie vorbehalten. Heute wird er auch in Japan, Indonesien, Thailand und Vietnam angebaut. Dabei variieren die Reissorten in der Farbe: Chinesischer Reis ist absolut schwarz, indonesischer schimmert bräunlich und der schwarze Reis aus Vietnam rötlich. Wer schwarzen Reis nicht aus dem fernen asiatischen Raum beziehen will, kann ihn heutzutage auch regionaler einkaufen: Das Piemont (Italien) baut seit mehr als 20 Jahren schwarzen Reis an, der eine Kreuzung aus dem ursprünglichen schwarzen Reis mit einer genügsameren einheimischen Reissorte darstellt. Er ist unter dem Begriff Venusreis (Venere) bekannt. In Österreich, genauer im Burgenland, wird inzwischen ebenfalls schwarzer Reis gezogen. Schwarzer Reis ist in Reformhäusern, Biomärkten und gut sortierten Supermärkten erhältlich.

Wie alle Vollkornreissorten braucht auch der schwarze Reis eine längere Kochzeit. Am besten wird er gründlich gewaschen, über Nacht eingeweicht und am nächsten Tag wie gewohnt gekocht (Verhältnis Reis zu Wasser: 1:2,5). Auch sollte er anschließend noch einige Zeit im Topf ausquellen. Er kann zum Beispiel als deftige Beilage gegessen oder für Salate verwendet werden. Sein nussiges Aroma und seine schöne Optik verleihen jedem Gericht eine besondere Note. Außerdem wird er gern für Desserts eingesetzt. Es handelt sich bei schwarzem Reis um einen Mittelkornreis, der auch als Klebreis eingesetzt werden kann. Zu nennen ist hier vor allem der beliebte schwarze Reispudding.