Pistazien: Wieso sie trotz gigantischer 600 Kalorien so gesund sind

Pistazien sind nicht nur schmackhaft und aufgrund ihrer grünen Färbung schön anzusehen sondern auch noch hochgradig gesund. Was in der Pistazie schmeckt, warum sie so gesund ist und wie man sie am besten verzehrt, verraten wir im folgenden Beitrag.

Was man über Pistazien wissen muss

Pistazien gehören zur Familie der Sumachgewächse. Sie stammen vom Pistazienbaum (Pistacia vera), der im Nahen Osten beheimatet ist und zu den ältesten durch Menschen kultivierten Pflanzen gehört. Es gibt mehrere Arten, nur die Früchte der Echten Pistazie sind essbar. Der Pistazienbaum wird bis zu 300 Jahre alt. Ein stolzes Alter. Während seiner Lebensspanne wird er über 10 Meter groß – zumindest in der Natur. Noch gewaltiger sind seine Wurzeln, diese können nämlich bis zu 15 Meter tief in den Boden ragen. Die Steinfrüchte weißen eine ovale Form auf und sind rund 2 Zentimeter groß. Ihre Farbe reicht von grün bis gelb-rot. Wir verzehren aber den Steinkern, die Nuss. Sie hat eine Größe von etwa 1 bis 1,5 Zentimetern und eine harte Schale.

Wieso sie so gesund sind

Wie die meisten Nüsse enthalten sie viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Das senkt einen erhöhten Cholesterinspiegel und beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Ebenso enthalten sie viel Ballast und Vitamin B. Kürzlich wurde im British Journal of Nutrition eine Untersuchung veröffentlicht, die nachwies, dass rund fünf Prozent der Energie (Kalorien) in Pistazien unverdaut ausgeschieden wird. Ihr Nährstoffgehalt ist sensationell gut: Eine normale Portion, die wir abends naschen, enthält mehr Polyphenol-Antioxidantien für den Schutz unserer Zellen als eine Tasse grüner Tee.

Pistazien in der traditionellen Heilkunst

Wie alle Nüsse gelten auch Pistazien in traditionellen Heilsystemen (TCM, Ayurveda) als wertvoll, weil sie eine magenfreundliche, mild wärmende Speise abgeben. Es handelt sich hierbei ausdrücklich nicht um eine gesundheitsbezogene Aussage im Sinne der Health Claims Verordnung. Dennoch ist belegt, dass der Genuss vieler Pistazien – beispielsweise durch die Einwohner in den Herkunftsländern – durchaus die Blutfettwerte verbessern kann. Das bewirken die oben genannten ungesättigten Fettsäuren. Ernährungsberater empfehlen das Naschen von ungeschälten Pistazien, wie sie üblicherweise im Handel angeboten werden, auch deshalb, weil das Schälen die Verzehrgeschwindigkeit senkt. Der Appetit wird bedient, doch wir essen eigentlich recht wenig. Auch an der University of California konnte in einer Langzeitstudie ein gewisser Abnehmeffekt belegt werden.

Wie isst man die schmackhafte Nuss am besten?

Sie können pur genossen werden, hierbei wählen viele Verbraucher schon aus Kostengründen die ungeschälte Variante. Darüber hinaus schmecken Pistazien ganz hervorragend in gerösteter und gesalzener Form, auf Weihnachtsmärkten sind sie in Hit. Das Rösten und Salzen unterstreicht den einerseits süßlich-mandelartigen, andererseits kräftig-würzigen Geschmack. Die Süßwarenproduktion setzt sie gern in Pralinen, Mozartkugeln oder Baklava ein, auch für Speiseeis und Mortadella lassen sie sich gut verwenden.

Inhaltsstoffe, Nährwerte & Kalorien

Mit stolzen 600 Kalorien auf 100 Gramm sind die ästhetischen Nüsse wahrlich eine Kalorienbombe. Zu knapp 20 Prozent bestehen sie aus Eiweiß. Kohlenhydrate haben einen Anteil von nur 12 Prozent. Wie bei anderen Nusssorten macht Fett den Löwenanteil aus. Stolze 52 Gramm sind es. Außerdem enthalten die gesunden Nüsse viel Kalium, Eisen, Pro-Vitamin A und B-Vitamine.