Pinienkerne sind gesund und reich an Nährstoffen

Bei Pinienkernen handelt es sich aus botanischer Sicht um Samen. Sie stammen von Pinien, die ihrerseits zu den Kiefern gehören. Es gibt nur wenige Pflanzungen, meist handelt es sich um wild wachsende Pinien in recht schwierigem Gelände. Die Reifezeit ist sehr lang, denn der Baum trägt erst nach 20 Jahren Zapfen, die ihrerseits drei Jahre reifen müssen.

Im Herbst werden die Zapfen geerntet: teilweise indem die Pflücker in die Kronen der hohen Bäume steigen und die Zapfen mit Stöcken abschlagen (so in Italien, Spanien und der Türkei); teils durch die Erschütterung der Stämme per Maschine, was den so behandelten Pinien allerdings nicht bekommt, der Bestand dünnt aus (so in der Mongolei). Im nächsten Jahr werden die Zapfen getrocknet und die Samen, eben die Pinienkerne, können leicht entnommen werden. Anschließend werden sie eingeweicht und geschält.

Pinienkerne sind länglich geformt, nur die Samen der Korea-Pinie sind eher dreieckig und besitzen eine kleine dunkle Spitze. Vor den Lieferungen aus China und Pakistan wird allerdings gewarnt, da sie teilweise metallisch schmecken und auch Geschmacksstörungen hervorrufen können. Ansonsten besitzen Pinienkerne ein leicht harziges Aroma, das den Mahlzeiten eine eigene Note verleiht.

Jeder, der gern Gerichte aus der Mittelmeerküche isst, kennt die vielfältige Anwendung der Kerne und kauft sie auch gern für die eigene Küche. Wer bisher eher stiefmütterlich mit Pinienkernen umgegangen ist, sollte sie ausprobieren. Ganz preiswert sind sie zwar nicht, aber sehr lecker und gesund. Sie wandern in Salate und Müslis, werden zu Fleisch- und Fischgerichten gereicht und sind fester Bestandteil des berühmten Pesto alla Genovese, das gern zu Nudeln gegessen wird. Aber auch für Süßspeisen und als Zusatz zu Fruchtsalaten können die gelblichen Kerne eingesetzt werden.

Sie sind ausgesprochen fettreich, daher können sie nicht lange aufbewahrt werden: Sie werden mit der Zeit ranzig. Ansonsten können sie roh oder gesalzen verzehrt werden, auch schmecken sie sehr gut, wenn sie in der Pfanne leicht angeröstet werden. Pinienkerne bekommt man das ganze Jahr über, auch Preisschwankungen wie bei saisonalen Lebensmitteln gibt es nicht. Bemerkenswert sind ebenso ihre weiteren Inhaltsstoffe, denn die Liste der Vitamine und Mineralstoffe ist lang:

  • Sie enthalten sehr viel Selen: Diese sind als Wirkstoffe gegen freie Radikale wichtig.
  • Ihre Omega-3-Fettsäuren schützen die Gefäße, denn sie senken den Blutdruck.
  • Eisen für die Blutbildung sowie Kalzium und Phosphor für gesunde Knochen und Zähne sind ebenso enthalten wie Magnesium für die Muskeln und Vitamin E als Kraftstoff gegen das Altern. Der Körper freut sich außerdem über Vitamin A für die Augen.
  • Nicht zuletzt ist wertvolles Protein für den Muskelaufbau enthalten.
  • Es lohnt sich also, die kleinen Samen der Pinie öfter zu Hause einzusetzen. Sie sind so vielseitig anwendbar, dass jeder schnell seine Lieblingsrezepte mit ihnen anreichern wird.