Physalis: Vitaminreiche Beere

Die Physalis, Andenbeere, ist nicht nur als Dekoration von Cocktails und Speisen schön anzusehen, sie ist eine geschmackvolle Frucht, die wertvolle Inhaltsstoffe enthält.

Ursprünglich aus den peruanischen Anden stammend, gelangte die Physalis mit portugiesischen Seefahrern nach Südafrika und erhielt die Bezeichnung Kapstadtbeere. Heute werden die Früchte auch in den gemäßigt warmen Klimazonen in Europa als einjährige Pflanzen angebaut. Hauptanbaugebiete sind Südamerika, USA, Australien, Neuseeland, Japan und Indien, von dort aus erfolgt der Export in alle anderen Kontinente.
Da die Frucht viele Oxidantien enthält, stellen längere Transportwege auch für frische Früchte kein Problem dar. Eine Nachreifung nach der Ernte erfolgt nicht.

Die bis zwei Meter hohe, kräftige Staude ist mit verzweigten Wurzeln im Boden verankert. Als Nachtschattengewächs enthalten Wurzeln und Blätter giftige Alkaloide. Aus den gelben, schwarz gefleckten Blüten bilden sich grüne Laternen, die sich bis zur Reife orange verfärben. Die von den Lampionhüllen umgebenen, gelborangen Früchte schmecken süß- säuerlich, der Geschmack ähnelt Stachelbeeren. Die großen, dunkelgelben Beeren der Pflanzensorte „Schönbrunner Gold“ schmecken aromatisch. „Little Lanterns“ trägt kleinere, orange Beeren, die Pflanze kann auch in Kübeln auf Terrasse und Balkon angebaut werden, muss aber bei Nachtfrost in einem warmen Raum überwintern. Die ursprüngliche „Peruanische Andenbeere“ bildet kirschgroße, rötliche Früchte aus. In Frankereich und im Rheinland wird die frühreife Sorte „Purple de Milpa“ angebaut.

Die kleinen Früchte aus Töpfen sind ein dekorativer Blickfang bei Desserts und Getränken und verlocken zum Anbeißen. Sie reichern Salate mit den Vitaminen C, A und B an und versorgen den Körper reichlich mit Antioxidantien und Eisen. Roh oder getrocknet senkt der Genuss der Beeren das Risiko für Herz- Kreislauferkrankungen, einige Krebsformen und neurologische Erkrankungen.

Vor allem in Grippezeiten stärkt das reichlich enthaltene Vitamin A die Immunabwehr. Physalis enthalten Zeaxanthin, einen sekundären Pflanzenstoff, der vor UV- Strahlung schützt und Netzhautdegeneration vorbeugt. Withanolide wirken als natürliche Antibiotika entzündungshemmend. Sie finden vor allem in der ayurvedischen Medizin Verwendung.

Obwohl Physalis nur bis zu zwei cm groß werden, können sie sich mit ihrem vielfältigen Geschmack und den wertvollen Inhaltsstoffen mit Superfood und anderen Tropenfrüchten konkurrieren. Die essbare Dekoration erfreut nicht nur das Auge, sondern unterstützt auch ein gesundes Leben.