Persischer Reis: Das Geheimnis liegt in der Kruste!

Persischer Reis ist keine eigene Reissorte, sondern ein Begriff für eine bestimmte Zubereitungsart. Nach dem Kochen der Körner wird eine goldgelbe Kruste gebildet, die Tahdig heißt und besonders lecker ist. Gerade Kindern kann man auf diese Weise den Reis sehr schmackhaft machen.

Verwendet wird gern Langkornreis, vor allem Basmatireis ist dafür sehr beliebt. Wer den vielleicht besten Reis der Welt ausprobieren möchte, bestellt sich im Internet Sadri Reis aus dem Iran. Er ist im Laden seltener aufzuspüren, denn er wird wohl nicht in größeren Mengen exportiert. Dieser Langkornreis besitzt kräftige weiße Körner, entwickelt bei der Zubereitung einen eigenen Duft und schmeckt nach der Fertigstellung cremig.

Sadri Reis ist kein Vollkornreis. Er enthält jedoch wie alle Reissorten Kohlenhydrate, Fett, Eiweiß, Mineralstoffe und Vitamine. Ungesättigte Fettsäuren und besonders die essenziellen Aminosäuren, die der Körper braucht, sind hier zu nennen. Weiterhin sind Eisen für die Blutbildung, Kalium für einen gesunden Blutdruck und Magnesium für Knochen, Muskeln und Nerven enthalten. Kalium sorgt auch dafür, dass Giftstoffe aus dem Körper ausgeschieden werden. Nicht zuletzt besitzt Reis ein günstiges Verhältnis von Kalium zu Natrium und ist damit sehr gesund. Das gilt ebenso für Basmatireis. Dieser ist allerdings ebenfalls kein Vollkornreis. Bekannterweise sind nur im vollen Korn noch mehr gute Inhaltsstoffe enthalten, da Vollkornreis nicht geschält wird. Für persischen Reis eignet sich Vollkornreis allerdings weniger.

Die Zubereitung für persischen Reis kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. Der Reis wird am besten im Quellverfahren gekocht, das heißt auf eine Tasse Reis kommen zweieinhalb Tassen gesalzenes Wasser. Nach dem Kochen des Wassers wird der Herd ausgeschaltet und der Reis quillt in dem heißen Wasser aus, bis dieses verschwunden ist. Allerdings fehlt hier noch die feste Kruste. Dafür wird der fertige Reis aus dem Topf genommen, etwas Butter in dem Topf geschmolzen und der Reis wieder hineingegeben. Die Hitze sollte auf kleiner Stufe eingestellt werden, damit der Reis nicht anbrennt, sondern nur die schöne gelbe Kruste bildet. Man kann das Entstehen der Kruste hören, denn es knistert dabei im Topf. Wem das Gelingen zu unsicher ist, der benutzt einen persischen Reiskocher, mit dem der Reis ganz sicher gelingt. Der Kocher hat verschiedene Stufen: Auf der untersten Stufe wird ein normaler Reis gekocht, auf der höchsten wird daraus persischer Krustenreis.

Mit etwas Butter und Safran verfeinert, mit Kurkuma, Kardamom sowie diversen Kräutern und Gewürzen versehen schmeckt der Reis auch pur sehr gut. Ansonsten kann er als Beilage zu vielen Gerichten gereicht werden, es müssen nicht zwangsläufig orientalische Speisen sein. Doch passen diese natürlich besonders gut. Wer einen Hauch Süße mag, gibt beispielsweise ein paar Rosinen in den Reis. Auch wird er gern mit Fleisch und etwas Joghurt serviert. Ansonsten lässt er sich nicht nur zu verschiedenen Fleischsorten, sondern auch zu Fisch und natürlich zu viel Gemüse servieren.