Nutella ist ungesund. Wieso du es trotzdem essen solltest

Der Klassiker: Die 450 Gramm Variante

Nutella. Wohl kein anderer Brotaufstrich steht weltweit öfter auf dem Frühstückstisch und genießt dabei eine vergleichbare Popularität. Der Klassiker landet bei jung und alt gleichermaßen gern auf dem Brot und die Leidenschaft die der Erfinder bei der Entwicklung in sein Produkt gesteckt haben muss schmeckt man auch heute noch. Allerdings hat die Nuss-Nougat-Creme auch ihre Schattenseiten. Denn heute kann ein Lebensmittel allein durch den Geschmack nicht mehr alle Verbraucher überzeugen. Hier und da liest man davon, wie ungesund Nutella sein soll. Ob das stimmt oder ob es sich bei dieser Aussage um eine Lüge handelt, verraten wir in diesem Artikel. Außerdem sehen wir uns Zusammensetzung, Inhaltsstoffe und den Herstellungsprozess genau an.

Geschichte

Seine Ursprünge hatte Nutella in den 40er-Jahren in Italien. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Kakao Mangelware und deshalb schwierig zu beschaffen und sehr teuer. Ein Konditor aus Piemont machte sich daraufhin Gedanken und experimentierte an einer süßlichen Paste die mit sehr wenig Kakao auskam, dafür aber Haselnüsse und Zucker enthielt. Sein Name war Pietro Ferrero. Seine Kreation hieß zu dieser Zeit aber noch nicht Nutella sondern “Giandujot”. So hieß eine Karnevalsfigur die in der Stadt eine große Bekanntheit hatte. Offensichtlich war Ferrero ein Fan des bunten Narrentreibens während der fünften Jahreszeit. Sein Unternehmen, das seinen Nachnamen trug, gründete er dann offiziell am 14. Mai 1946. Ferrero war geboren und trat seinen Siegeszug rund um den gesamten Globus an. Die erste Version des Brotaufstrichs war zu einem Laib geformt, der in Scheiben geschnitten auf das Brot gelegt wurde. Da dies noch nicht das Ende der Fahnenstange sein konnte, wurde die Rezeptur munter weiterentwickelt bis ein neues Produkt entstand. Dieses ließ sich dank seiner cremigeren Konsistenz besser aufs Brot streichen. Zwar hieß auch diese Creme noch nicht Nutella – die Bezeichnung “SuperCrema” war aber nicht zu hoch gegriffen. Dreizehn Jahre später, im Jahre 1964, vollendete Pietro Ferreros Sohn Michele dann die Kreation seines Vaters indem er die Rezeptur noch einmal verbesserte und am Ende jene Haselnuss- Kakaocreme dabei herauskam, die wir heute als Nutella kennen. Das Wort “nutella” ist ein Kunstbegriff aus dem englischen “nut” für Nuss und dem italienischen “-ella”, was eine weibliche Verkleinerungsform darstellt. Auch damals befand es sich übrigens schon im Glas. Das charakteristische Design war in Verbindung mit dem neuen Markennamen maßgeblich an der rasch wachsenden Popularität des neuen Produktes beteiligt und in wenigen Jahren eroberte Nutella zunächst Europa und dann die ganze Welt. In Deutschland schlug die Paste ein wie eine Bombe und die überaus kreative Marketingstrategie zunächst in Form von Deckelpromotions die von Bügelbildern über Mini-Comic-Heftchen bis hin zu kleinen Zeichenschablonen reichte und jedes Sammlerherz höher schlagen ließ machte die Marke zum Kult. Später wurde nutella zum Sponsor und Lieferrant des Deutschen Fußballbundes. Prominente Sportler die im Fernsehen mit der angesagten Nuss-Nougat-Creme auf dem Brot zu sehen waren, sorgten letztlich für ein positives Image und die Annahme, dass sie besonders gesund sei. Heute findet man sie in jedem Supermarkt in den unterschiedlichsten Größen. Nach wie vor tritt der Markenname bei großen Fußball-Events wie Weltmeisterschaften in Erscheinung – zum Beispiel in der Gestalt von Aktionsgläsern in Fußballform oder Sammelpunkten auf dem Deckel, die man dann in Fan-Artikel eintauschen kann. Sogar einen “World nutella Day” gibt es dank einer italo-amerikanischen Bloggerin namens Sara Rosso heute. Am 05. Februar steht seit dem Jahr 2007 alles im Zeichen des Frühstücksaufstrichs. Er hat es sich verdient.

Zusammensetzung

Die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe (Neue Rezeptur)

Vermutlich hat es jeder schon einmal gegessen. Einige können sich ein Leben oder Frühstück ohne die Nuss-Nougat-Creme gar nicht mehr vorstellen. Aber was steckt eigentlich in der schmackhaften Paste?

Die Hauptbestandteile sind:

  • Palmöl
  • Magermilchpulver
  • Fettarmer Kakao
  • Haselnüsse
  • Zucker

Auf dem Etikett werden nähere Angaben zu den Zutaten gemacht. Zwar lässt sich die genaue Zusammensetzung anhand der Zutatenliste nicht ableiten, die einzelnen Bestandteile müssen bei Lebensmitteln die aus mehr als einer Zutat bestehen auf dem jeweiligen Etikett aber nach ihrem Gesamtanteil in absteigender Reihenfolge angegeben werden. So auch bei nutella. Wirft man einen Blick auf die Zusammensetzung stellt man fest, dass die beiden Hauptbestandteile Zucker und Palmöl sind. Erst danach kommen mit einem Anteil von 13% die Haselnüsse. Lecithine und Vanillin werden erst am Ende aufgeführt und haben demnach den geringsten Anteil. Den Abschluss auf Zutatenlisten machen häufig Aromastoffe. Was genau das ist und wofür man sie braucht, wollen wir uns später noch im Detail ansehen.

Alte Rezeptur VS Neue Rezeptur

Ende 2017 hat Ferrero die Rezeptur geändert. Die Gründe dafür sind natürlich wirtschaftlicher Natur. Am Ende geht es immer ums Geld und wenn sich der Profit erhöhen lässt, wird an der entsprechenden Stellschraube gedreht. Steigende Rohstoffpreise lassen sich mit Preiserhöhungen ausgleichen – oder aber mit einer neuen Rezeptur. Das ist allerdings kein Alleinstellungsmerkmal für Ferrero sondern gängige Praxis und im Sinne eines gewinnorientierten Unternehmens und im Grunde genommen nicht verwerflich, sofern der Verbraucher über diesen Schritt in Kenntnis gesetzt wird und dann für sich selbst entscheiden kann, ob er das jeweilige Produkt nach wie vor kauft oder davon absieht. Es scheint, als hätte nicht der Hersteller selbst auf die Änderung der Rezeptur aufmerksam gemacht, sondern die Verbraucherzentrale Hamburg auf Facebook – was zahlreiche Kommentare von verärgerten Kunden nach sich zog. Im Falle von nutella wurde der Anteil vom Magermilchpulver erhöht und der vom Kakao reduziert. Kakao ist teuer, Magermilchpulver ist günstig. Im Jahr 2017 ist der Rohstoffpreis für Milchpulver zudem drastisch gefallen. Auch Kakao wurde billiger, allerdings nicht im selben Ausmaß. Der Zuckeranteil ist von 55,9 auf 56,3 Prozent gestiegen was auch durch den höheren Milchpulveranteil bedingt sein könnte. Jedenfalls ist im Jahr der Veränderungen auch der Zuckerpreis gefallen. Den Anteil zu erhöhen erscheint naheliegend, allerdings ist er im Vorher- Nachhervergleich überschaubar. Überhaupt wurde die Rezeptur nicht grundlegend überarbeitet und drastisch geändert. Aufgefallen ist die hellere Farbe im Vergleich zur alten Rezeptur, welche dunkler war. Das hellere Braun ist das Resultat des verringerten Kakao- und des erhöhten Milchpulveranteils. Es ist anzunehmen, dass Ferrero bei den günstigen Rohstoffpreisen eine ensprechende Menge auf Vorrat gekauft zu haben. Auch wenn der Hersteller etwas offener und transparenter mit der Änderung der Rezeptur hätte umgehen können – eigentlich ist sie keine große Sache und weder einen Shitstorm noch eine breite Entrüstung wert. Die folgende Tabelle zeigt die Unterschiede im direkten Vergleich auf.

Zutatenliste

ZutatenNEUE REZEPTURALTE REZEPTUR
Zuckerk. A.k. A.
Palmölk. A.k. A.
Haselnüsse13%13%
Magermilchpulver8,7%7,5%
Fettarmer Kakaok. A.k. A.
Emulgator Lecithine (Soja)k. A.k. A.
Vanillink. A.k. A.

k. A. = Keine Angabe auf dem Etikett

Was aus der Tabelle die sich exakt an den Prozentangaben auf dem Glas hält nicht hervorgeht ist, dass die Zutaten Magermilchpulver und fettarmer Kakao die Plätze getauscht haben. Bei der alten Rezeptur müsste also der Kakao vor dem Milchpulver angeführt werden da der Anteil entsprechend höher war. Um dies noch einmal korrekt darzustellen, haben wir die Angaben auf den Etiketten noch einmal übersichtlich aufgelistet.

Auf dem Glas werden die Angaben wie folgt dargestellt:

  • ALT
    Zutaten: Zucker, Palmöl, HASELNÜSSE (13%), fettarmer Kakao, MAGERMILCHPULVER (7,5%), Emulgator Lecithine (SOJA), Vanillin.
  • NEU
    Zutaten: Zucker, Palmöl, HASELNÜSSE (13%), MAGERMILCHPULVER (8,7%), fettarmer Kakao, Emulgator Lecithine (SOJA), Vanillin.

Wissenswertes zu den Inhaltsstoffen

  • Magermilchpulver
    Bei Magermilchpulver handelt es sich um ein Milchtrockenprodukt. Magermilch, Milch mit einem sehr niedrigen Fettanteil, wird hierbei getrocknet. Milchzucker macht mit 52 Prozent den größten Anteil aus – dicht gefolgt von Protein mit etwa 26 Prozent. Der Wasseranteil liegt bei etwa 4 Prozent. Stolze sechs bis sieben Liter Magermilch werden zur Herstellung von einem Kilogramm Milchpulver benötigt.
  • Zucker
    Zu diesem Makronährstoff muss man wohl nicht viel sagen. Erwähnenswert ist allerdings, dass es sich dabei fast ausschließlich um Milchzucker (Lactose) aus dem Magermilchpulver handelt. Lactose ist ein Disaccharid – also ein Zucker der sich aus zwei Molekülen zusammensetzt. In diesem Fall aus Glucose und Galactose. Nach dem Verzehr wird das Disaccharid über ein Enzym aufgespaltet und beide Bestandteile landen im Blutkreislauf. Der glykämische Index bei Milchzucker ist recht niedrig, der Blutzucker steigt nicht ganz so schnell an wie dies beispielsweise bei Traubenzucker der Fall ist.
  • Vanillin
    Wie der Name bereits vermuten lässt, verbirgt sich irgend etwas mit Vanille hinter dem Begriff. Und so ist es auch. Vanilin ist der Aromastoff, der für den charakteristischen Vanillegeschmack und -duft der Vanillepflanze bzw. -schote verantwortlich ist. Was kaum einer weiß ist, dass sie eine Orchideenart ist. Echte Vanille ist sehr teuer. Dies liegt zum einen an der großen Nachfrage welweit – zum anderen aber auch am verhältnismäßig hohen Aufwand für Anbau und Verarbeitung. So dürfte keine Überraschung sein, dass Vanillin heute überwiegend synthetisch hergestellt wird. Zu verdanken haben wir die hohe Verfügbarkeit einem deutschen Chemiker, der ende des 19. Jahrhunderts das passende Verfahren entwickelt hat. Ursprünglich war sie nur in Mittelamerika beheimatet. In Mexiko zum Beispiel. Dort leben langrüsslige Insekten und Kolibris, welche für die natürliche Bestäubung der Vanillepflanzen verantwortlich sind. Sind sie nicht da, zum Beispiel an anderen Orten auf der Welt, muss man auf den entsprechenden Plantagen selbst aktiv werden und von Hand bestäuben. Das hat es in sich! Auch Vanillin ist in der Vergangenheit in Verruf geraten und wird als möglicherweise gesundheitsgefährdend eingestuft. In der Regel wird es aus Lignin, einem Bestandteil von Holz gewonnen. Es fällt bei der Cellulose-Gewinnung als Nebenprodukt an. Teurer und daher eher selten ist die Gewinnung aus einem natürlichen Aromastoff der Nelke, nämlich Eugenol.
  • Haselnüsse
    Die Haselnuss hat bekanntlich viele Kalorien. Allerdings liefert sie eine Menge ungesättigte Fettsäuren – die guten – und darüberhinaus diverse B-Vitamine wie Riboflavin und Vitamin E. Aber auch Kalium, Eisen, Calcium, Magnesium und Phosphor enthält die gesunde Nuss. Mit einem Anteil von nur 13 Prozent gehen diese positive Eigenschaften allerdings etwas unter in der Schokocreme. Außerdem gehen bei der Herstellung auch ein paar Nährstoffe verloren.
  • Fettarmer Kakao
    Kakao wird aus Kakaobohnen gewonnen. Diese wiederum stammen aus Kakaofrüchten, welche an Kakaobäumen wachsen. Die Produktion erfolgt meist in Mittel- und Südamerika sowie in Afrika auf riesigen Plantagen, die gewaltige Mengen Kakao hervorbringen. Besonders große Mengen kommen von der Elfenbeinküste, Ghana, Indonesien und Nigeria. Entscheidend ist, dass Anbau und Ernte unter Bedingungen stattfinden die faire Profite für die Menschen vor Ort abwerfen und Kinderarbeit ausschließen. Entsprechende Siegel und Zertifikate sollen dies sicherstellen. Dem Hersteller Ferrero muss man vertrauen, dass der verwendete Kakao diesen Kriterien entspricht.
  • Was ist Lecithine?
    Bei Lecithine handelt es sich um einen sogenannten Emulgator der hauptsächlich (wie in diesem Fall) aus Soja gewonnen wird. Emulgatoren haben die Eigenschaft verschiedene Substanzen die von Haus aus nicht mischbar sind – wie Wasser und Öl – miteinander zu verbinden. Zudem verleihen sie dem Gemisch eine einheitliche, homogene Struktur. Die cremige Konsistenz des Nutellas wäre ohne den Hilfsstoff so nicht möglich. In der Europäischen Union ist der Lebensmittelzusatzstoff selbstverständlich zugelassen. Er findet sich in zahlreichen Lebensmitteln. Es gibt Hinweise darauf, dass Emulgatoren zu Darmentzündungen führen und die Darmflora negativ beeinflussen können. Zumindest haben Tierversuche dies gezeigt. Inwieweit man dies auf den Menschen übertragen kann und welche Mengen konsumiert werden müssen um Auswirkungen zu spüren ist indes fraglich.
  • Was ist Palmöl?
    Palmöl oder Palmfett ist ein Pflanzenöl und nicht zuletzt umstritten, weil der Konsum dieses Öls für Regenwaldrodungen und Artensterben verantwortlich ist. Palmölplantagen nehmen weltweit bereits eine Fläche von mehr als 27 Millionen Hektar für sich in Anspruch. Das ist mehr als Großbritannien an Landfläche zu bieten hat. Beachtliche 66 Millionen Tonnen Palmöl werden jährlich produziert. Damit liegt es über allen anderen Pflanzenölen. Allein im Jahr 2016 wurden fast 6,5 Millionen Tonnen hauptsächlich aus Indonesien und Malaysia importiert. Der Größte Anteil davon wird allerdings nicht für Nutella sondern Biosprit verwendet. Nur etwa ein Drittel landet in Nahrungsmitteln aller Art. In fast jedem zweiten Produkt im Supermarktregal steckt Palmöl. Seien es Cremes, Seifen oder Schminke. Wer sich um ethische und ökologische Aspekte bei seiner Ernährung Wert legt, sollte von sämtlichen Produkten die Palmöl enthalten absehen.

Inhaltsstoffe, Nährwerte & Kalorien

Die Nährwerte auf einen Blick

Tabelle 1: Nährwerte pro 100 Gramm

100 gNEUALT
Energie / Brennwert539 kcal547 kcal
2252 kJ2284 kJ
Kohlenhydrate57,5 g56,9 g
davon Zucker56,3 g55,9 g
Fett30,9 g31,8 g
davon gesättigte Fettsäuren10,6 g11,0 g
Protein6,3 g6,6 g
Salz0,107 g0,102 g

Tabelle 2: Nährwerte pro 15 Gramm (Portionsgröße)

15 gNEUALT
Energie / Brennwert80 kcal82 kcal
336 kJ343 kJ
Kohlenhydrate8,6 g8,5 g
davon Zucker8,4 g8,4 g
Fett4,6 g4,8 g
davon gesättigte Fettsäuren1,6 g1,7 g
Protein0,9 g1,0 g
Salz0,016 g0,015 g

Mit 539 Kalorien pro 100 Gramm ist Nutella eine Kalorienbombe. Wer auf Diät ist sollte vielleicht vorübergehend den Frühstücksaufstrich wechseln, denn auch 80 Kalorien pro 15 Gramm sind eine Menge und entsprechen in etwa einer mittelgroßen Banane. Auffällig ist natürlich der hohe Kohlenhydratanteil der sich fast komplett aus Zucker zusammensetzt. Auch der Anteil gesättigter Fettsäuren ist mit etwa einem Drittel ziemlich hoch. Der Proteinanteil ist sehr niedrig. Als Eiweißquelle taugt die Nuss-Nugat-Creme deshalb kaum. Alles in allem kein besonders gutes Nährstoffprofil.

Erhältliche Größen Übersicht

Im Laufe der Zeit haben sich viele unterschiedliche Größen und Verpackungsformen ergeben. Das Glas in der typischen Nutella-Form mit weißem Deckel ist natürlich nach wie vor der Klassiker und wohl am häufigsten verkauft. Häufig findet man auch einen Aufkleber auf dem Glas auf dem ein auf ein paar Gramm mehr im Glas hingewiesen wird. Selbstverständlich zum selben Preis. In der folgenden Auflistung stellen wir den Inhalt in Gramm vor.

  • 15 Gramm Entspricht einer Portionsgröße und wird gerne in Hotels beim Frühstücksbuffet angeboten. Die Verpackung einem kleinen Kunststoffbehälter, den man vor dem Verzehr nur schnell von seiner Abdeckung befreien muss.
  • 25 Gramm Etwas größer präsentiert sich diese Miniatur-Version die in der Form eines kleinen Nutella-Glases daherkommt. Ideal zum Verschenken und für den Adventskalender.
  • 450 Gramm Die Standard-Größe mit der man immer richtig liegt. Sie nimmt nicht so viel Platz im Küchenschrank und auf dem Frühstückstisch weg und das Glas lässt sich am Ende gut auskratzen. Immerhin möchte man nichts vergeuden.
  • 750 Gramm Wer einen hohen Nutella-Verbrauch hat, kann zu dieser Größe greifen. Natürlich wird die Paste pro Gramm etwas günstiger.
  • 1000 Gramm Das Glas mit 1 Kilogramm ist unter den Gläsern der größte Vertreter. Für Familien sicher erste Wahl. Für die Gastronomie gibt es diese Größe auch in der Kunststoffverpackung.
  • 3000 Gramm Wer noch nicht genug hat, sollte vielleicht auf den 3000-Gramm-Eimer umsteigen. Wer das Nutella mit dem Löffel direkt aus dem Glas ist, sollte sich hiermit versuchen. Die ultimative Herausforderung. Wenn man ihn in einer Woche leer kriegt ist man gut. Und hat vermutlich 10 Kilo mehr auf den Rippen.
  • 7500 Gramm Wer es sich leisten kann, sollte sich die 7,5 Kilogramm-Version gönnen. Das ist der ultimative Deal für Hardcore-Fans. Bedenken sollte man allerdings rechtzeitig, irgendwo Platz zu schaffen, dieser Eimer ist nicht ohne. Dafür kann man ihn nach dem Verzehr seines Inhaltes wunderbar nutzen um Streusalz oder ähnliches darin aufzubewahren oder ihn als Andenken ins Schlafzimmer-Regal stellen.

Ist Nutella gesund?

Kurz und knapp: Nein. Aber wer von sich behauptet sich zu 100% gesund zu ernähren, der werfe den ersten Stein oder wahlweise das erste Nutella-Glas. Es landen etwa mit der Frühstücksportion etwa 15 Gramm auf dem Brot oder Brötchen. Das ist nicht viel. Wer schon einmal in einem Hotel genächtigt hat, der hat vielleicht bereits so eine kleine Packung mit der Nuss-Nougat-Creme in den Händen gehalten und vielleicht sogar auf sein Brötchen gestrichen. Aber auch wer sich nicht mit Kleinigkeiten zufrieden gibt und stattdessen gleich zum 3-Kilogramm-Vorteilseimer greift wird sich eingestehen müssen, dass die Paste maximal einen kleinen Anteil an seiner Ernährung ausmacht. Wenn dem nicht so sein sollte, hat man ein Problem. Aber daran ist nicht das Nutella schuld. Alles in Maßen besagt ein Sprichwort und das gilt auch fürs Nutella. Selbst der tägliche Konsum stellt kein gesundheitliches Problem Dar. Ja, Nutella ist ungesund. Aber wenn man sich ausgewogen, abwechslungsreich ernährt und bewusst auf seine Ernährungsqualität achtet, machen 15 Gramm pro Tag oder am Wochenende den Kohl nicht fett. Sollte man die Creme also liebgewonnen und sie ins Herz geschlossen haben und sie wirklich nur ungern aufgeben möchte, dann sollte man dies nicht tun. Wenn man hingegen darauf verzichten kann hat man was die Inhaltsstoffe und Nährwerte anbelangt nichts verpasst und kann auf gesündere Alternativen setzen.

Ist Nutella vegan?

Nein. Nutella ist nicht vegan. Die Sache ist eindeutig: Einer der Hauptbestandteile ist Magermilchpulver – somit ist die Schokocreme für Veganer ungeeignet. Allerdings ist der Aufstrich glutenfrei. Wer eine Milchzuckerintoleranz hat könnte beim Verzehr größerer Mengen Probleme haben, denn das Milchpulver enthält natürlich Lactose.

Nutella selber machen

Selbstgemacht schmeckt der Aufstrich auch wunderbar. Man hat die volle Kontrolle über die Zutaten und kann beispielsweise auf das ungesunde Palmfett verzichten. Es gibt zahlreiche Rezepte – auch für vegane Varianten. Selbst Low-Carb-Nutella lässt sich mit relativ wenig Aufwand herstellen. Geschmacklich unterscheidet sich die DIY-Creme natürlich ganz erheblich von den gekauften aus dem Supermarkt. Ausprobieren lohnt sich!

Ist Nutella krebserregend?

Diese Meldung hat für Aufsehen gesorgt. Forscher wollen herausgefunden haben, dass das im Frühstücksaufstrich enthaltene Palmöl dafür verantwortlich sein könnte. Überhastet sollen einige Supermärkte in Italien das Produkt sogar aus den Regalen entfernt haben, wie einige Medien berichteten. Aber was ist dran? Es handelt sich um eine Studie der European Food Safety Authority (EFSA), die widerum eine Verbraucherschutzeinrichtung der EU darstellt. Demnach können diverse Öle, darunter auch Palmöl, gefährliche Glycidyl-Fettsäuren sowie 2- und 3- Monochlorpropandiol enthalten, wenn beim Herstellungsprozess auf Temperaturen von über 200 Grad Celsius erhitzt wird. Diese Fettsäure ist laut den Wissenschaftlern möglicherweise krebserregend. Bei einem hohen Konsum könnte Palmöl aufgrund dieser Tatsache deshalb bedenklich sein. Wie auf der Website der Nachrichtenagentur Reuters nachzulesen ist, teilt Ferrero mit, Nutella bei unter 200 Grad Celsius schonend herzustellen. Also ist alles gut? Die Wogen scheinen geglättet, doch ein konsequenter Schritt von Ferrero wäre es, auf den Einsatz von Palmöl komplett zu verzichten und die Rezeptur auf eine Alternative umzustellen. In Italien gibt es sogar TV-Werbung die Palmöl als sicher darstellt. Ein Verbot von Palmöl innerhalb der EU ist zur Zeit jedenfalls nicht angedacht.

Vitamine, Mineralien & Spurenelemente

Um noch einmal die Zusammensetzung in Erinnerung zu rufen: Der Haselnussanteil beträgt 13 Prozent. Daneben gibt es noch einen hohen Anteil an Magermilchpulver und auch fettarmer Kakao wird verwendet. Palmöl und Zucker sind nun wahrlich keine ernstzunehmenden Lieferanten von Mikronährstoffen – also Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen. Milchpulver ist auch vernachlässigbar. Bleiben die Haselnüsse. Aber auch die können mit dem geringen Anteil an der Gesamtmasse nicht wirklich überzeugen. Gerne würden wir eine ganze Liste anführen mit Eisen, den B-Vitaminen, Ascorbinsäure und so weiter – aber das lohnt sich kaum. Eine gesunde Ernährung unterstützt die Frühstückscreme also eher nicht.

Gesunde Alternativen

Der hohe Fett- und Zuckeranteil machen die Schokocreme zur wohlschmeckenden Kalorienbombe. Das Palmöl ist zudem aus ökologischer Sicht bedenklich. Stiftung Warentest hat in der April-Ausgabe 2016 insgesamt 21 Nuss-Nougat-Cremes getestet und den Kandidaten aus dem Hause Ferrero mit der Note “gut” (1,9) befunden. Auch Schadstoffe wurden gefunden. In ganzen 16 von 21 Cremes wurden beispielsweise Aflatoxine nachgewiesen. Dabei handelt es sich um Schimmelpilzgifte die in Produkten mit Nüssen allerdings häufig vorkommen. Die Grenzwerte werden aber eingehalten. Die beim Erhitzen von Öl entstehenden Stoffe Stoffe 3-MCPD- und Glycidyl-Ester waren hingegen in allen getesteten Produkten enthalten. Geschmacklich kann dem Original kein Konkurrent das Wasser reichen. Zwei Bio-Produkte sind sogar nur mangelhaft. Mit gut sind neben dem Ferrero-Produkt noch fünf weitere bewertet. Da wäre zum Beispiel die Bio-Alternative Gepa Cocoba die mit 2,3 abschnitt. Die anderen sind günstige Handelsmarken wie Nussano der Kaufland-Hausmarke K-Classic mit 2,4 oder LIDLs Choca Nussa mit Gesamtnote 2,5. Auch Netto ist mit einem Produkt vorne mit dabei. Es handelt sich um Nussetti, ebenfalls eine Handelsmarke. Außerdem mischen Real und Tip vorne mit. Die Bio-Creme von Gepa ist am teuersten. Hier bezahlt man eben auch für das Bio-Siegel. Aber in diesem Fall lohnt es sich. Diese Alternativen sollte man unbedingt probieren und dabei auch auf Inhaltsstoffe und Nährwerte achten, so lässt sich nicht nur der ein oder andere Cent, sondern auch die ein oder andere Kalorie sparen. Ob Low-Carb oder palmölfreies Produkt.

Wer aber auf das Original steht, sollte es sich auch zumindest gelegentlich einmal gönnen, damit er keine Entzugserscheinungen bekommt oder den Aufstrich einfach selber machen.

FAZIT

Der Frühstücksklassiker mag nicht besonders gesund sein und auch für die Diät kein geeigneter Kandidat – aber er schmeckt einfach so gut. Nicht besonders günstig und ohne einen allzu hohen Gesundheitswert sollte man sich die Nuss-Nougat-Creme aber gelegentlich auf jeden Fall gönnen. Am besten man ist dafür ein Stück Obst extra – dann ist die kleine Sünde wieder ausgemerzt. Aus ökologischen Gründen gibt es ebenfalls bedenken, der Einsatz von Palmöl ist alles andere als optimal. Aufgrund seiner Eigenschaften, gerade in puncto Geschmeidigkeit und Streichfähigkeit möchten viele Hersteller (noch) nicht darauf verzichten. Sollte jemand überhaupt nicht vorhaben abzunehmen und auch nicht auf Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente aus sein bei einem Brotaufstrich, dem sei Nutella jedoch wärmstens empfohlen. Es hat nämlich eine sehr hohe Kaloriendichte, liefert pro Gramm also sehr viele Kalorien. Die Konsistenz und der Geschmack machen es einem zudem einfach, möglichst viel davon zu verzehren. Wer auf Kalorien aus ist und Probleme hat diese ausschließlich über Obst und Gemüse zuzuführen, sollte zugreifen!