Knackig, gesund, lecker: Die Vielfalt der Nüsse

Baum, Strauch, krautiges Gewächs – zahlreiche Pflanzen produzieren Samen, die von einer verholzten Schale umgeben sind und als Nüsse bezeichnet werden. Ob groß oder klein, länglich oder rund, Nüsse gibt es in etlichen Varianten. Was man über die Nuss wissen muss und wieso sie so gesund ist verraten wir in diesem Beitrag.

Woher kommt die Nuss?

Obwohl die Botanik es etwas genauer nimmt, reicht es für den Laien zu wissen: Nüsse sind Samen von Pflanzen, die sich durch eine harten Schale auszeichnen, welche sich von alleine niemals öffnet. Neben typischen Beispielen wie Haselnuss und Walnuss gehören beispielsweise auch Edelkastanien und Eicheln zu den Nüssen.

In der Ernährung von Mensch und Tier sind Nüsse seit jeher von großer Bedeutung: Sie sind robust und lagerfähig, enthalten zahlreiche wichtige Nährstoffe sowie gute Fette und kommen weltweit vor. Besonders im Winter sind Nüsse unentbehrlich, da sie sehr lange haltbar und somit auch in der Jahreszeit als Nahrung verfügbar sind, in der die Natur kaum frische Alternativen bietet.

Nüsse für die Gesundheit

Nüsse sind als Dickmacher verschrien, da sie durch ihren hohen Fettgehalt sehr kalorienreich sind. Satte 700 Kilokalorien pro 100 Gramm bringt die Macadamianuss mit, und somit deutlich mehr als beispielsweise eine Tafel Schokolade. Doch Fett ist nicht gleich Fett: Nüssen enthalten gesunde Fette, nämlich einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die einen positiven Effekt auf das Herz-Kreislauf-System haben. Auch die begehrten Omega-3-Fettsäuren sind in Nüssen zu finden.
Daneben enthalten Nüsse zahlreiche weitere gesunde Inhaltsstoffe wie Spurenelemente, Eiweiße, Ballaststoffe und Vitamine, die sie als Snack für Sportler interessant machen.
Studien deuten darauf hin, dass der regelmäßige Genuss von Nüssen verschiedenen Krebsarten sowie Alzheimer vorbeugt. In jedem Fall ist der gesundheitliche Nutzen von Nüssen enorm – sofern sie nicht ausschließlich als stark gesalzene Erdnüsse oder in Form von Nusstorte verzehrt werden.

Nüsse in der Küche

Apropos Nusstorte: Vor allem beim Backen sind Nüsse unverzichtbar. Kein Zimtstern ohne Haselnüsse, kein Stollen ohne Mandeln, ganz zu schweigen von Nussecken oder Nussschnecken. Besonders aus der Weihnachtsbäckerei sind Nüsse nicht wegzudenken.
Doch auch für herzhafte Gerichte eignen sich Nüsse, beispielsweise als Nusskruste auf einem Filet oder gemahlen in Nussspätzle. Nicht umsonst ist nach den Nüssen eine eigene Geschmacksrichtung benannt: Käse, Kürbis, Pilze – all das und vieles mehr kann „nussig“ schmecken.

Die Nuss als Symbol

„Harte Schale, weicher Kern“, „eine hohle Nuss“, „eine harte Nuss knacken“ – zahlreiche Redensarten und Vergleiche nehmen Bezug auf die Nuss. Und das weltweit: Im englischsprachigen Raum wird etwas knapp Zusammengefasstes „in einer Nussschale“ dargeboten.

Bereits seit der Antike waren Nüsse Symbole für Fruchtbarkeit. Auch in der christlichen Religion spielen sie eine symbolische Rolle, vor allem aber sind sie in der Weihnachtszeit präsent: Früher dienten Nüsse als Christbaumschmuck und wurden nach dem Weihnachtsfest an die Armen verschenkt. Auch heute noch dürfen Nüsse als Geschenk vom Nikolaus nicht fehlen.

Die Königin der Nüsse: die Walnuss

Juglans regia, frei übersetzt: die königliche Eichel Jupiters. Der Echten Walnuss wird schon ihrem lateinischen Namen nach eine königliche Würde zugemessen; bereits in der Antike wurde sie wertgeschätzt.

Der imposante Walnussbaum kann bis zu 30 Meter hoch werden. Die Nussfrüchte reifen bis Anfang Oktober. Heute werden Walnüsse vor allem in Kalifornien angebaut, doch auch bei uns sind die Bäume heimisch.
Ein hoher Gehalt an Omega-3-Fettsäuren macht die Walnuss zu einem Lebensmittel, das zur Herzgesundheit beiträgt. Auch beugt der Verzehr der Nüsse einem Diabetes Typ 2 vor. Daneben enthalten Walnüsse noch etliche weitere gesunde Bestandteile wie Antioxidantien, Mineralstoffe und Verbindungen, die eine entzündungshemmende Wirkung haben.

Robust und schmackhaft: die Haselnuss

Der Hasel ist ein Strauch, der in unseren Breiten sehr häufig anzutreffen ist. Die robuste Pflanze steht zwischen Wiesen und Feldern ebenso wie in öffentlichen Grünanlagen – Pollenallergiker wissen das nur zu gut. Kommerziell angebaute Haselnüsse stammen meist aus der Türkei.

Haselnüsse reifen in unseren Breiten ab Ende September an den gut fünf Meter hohen Sträuchern. Nicht nur der Mensch erntet sie gern: Vögel sowie Nagetiere wie Eichhörnchen schätzen die Haselnuss als Wintervorrat.

Dem Haselnussstrauch werden magische Fähigkeiten nachgesagt. So sind Wünschelruten meist Haselruten. In jedem Fall aber tun Haselnüsse Gutes für die Gesundheit: Ihre sekundären Pflanzenstoffe fördern die Verdauung, das enthaltene Lecithin verhilft dem Gehirn zu Höchstleistungen. Über den Fettgehalt von etwa 60 Prozent sowie die über 600 Kilokalorien pro 100 Gramm braucht man sich auch bei der Haselnuss keine Sorgen zu machen: Die enthaltenen Fettsäuren sind ungesättigt und durch die vielen enthaltenen Ballaststoffe halten Haselnüsse lange satt.