Wieso man unbedingt Kiwi essen sollte

Gesunde Vitamin C Bombe!

Kiwi – klein, rund, pelzig und kommt aus Neuseeland. Damit sind sich Kiwi Frucht und der Kiwi Vogel ähnlich, denn nach diesem wurde das exotische Obst 1959 benannt. Erst in den 1960er Jahren wurden Kiwis allmählich bekannt und in großem Stil importiert. Dabei gilt die grüne, säuerliche und saftige Frucht als Vitamin C-Bombe mit wichtigen Mineral- und Ballaststoffen. Und mit etwa 45 Kalorien ist sie der ideale Snack für zwischendurch. Am leckersten schmecken reife Kiwis halbiert und aus der Schale gelöffelt. Doch auch in Obstsalat, Marmelade, Desserts, Bowlen und auf Kuchen sind sie ein köstlicher Genuss. Doch Vorsicht: Kiwis enthalten das Eiweiß spaltende Enzym Actinidain. Daher sollten rohe Kiwis nicht mit Joghurt oder Sahne zusammen verzehrt werden, denn dabei entsteht ein bitterer Geschmack.

Kiwis sind Beerenfrüchte und gehören zur Familie der Strahlengriffelgewächse. Sie wachsen an einem Kletterstrauch mit langen Ranken und können bis zu 100 Gramm schwer werden. Ihre bräunlich-grüne Haut ist behaart und das grüne, saftige Fruchtfleisch hat in der Mitte schwarze Samenkörnchen. Inzwischen gibt es auch Sorten mit glatter Schale und mit gelbem Fruchtfleisch. Die beliebteste Sorte ist die neuseeländische Hayward. Kiwis werden hart geerntet, denn sie zählen zu den nachreifenden Obstsorten und lassen sich daher im Kühlen wochenlang aufbewahren. Reif und am aromatischsten schmecken sie, wenn das Fruchtfleisch auf leichten Druck nachgibt.

Die Kiwi wird auch als Chinesische Stachelbeere bezeichnet, denn ihre ursprüngliche Heimat ist das südwestliche China. Eine Lehrerin entdeckte 1904 bei ihrem China Aufenthalt die Frucht und führte sie nach Neuseeland ein. In den folgenden Jahren wurde an verschiedenen Züchtungen experimentiert und kommerzielle Kiwi-Plantagen entstanden. Doch erst in den 1950er Jahren kam der erste Export nach England, wo die Frucht bestens angenommen wurde. Exporte nach Nordamerika und Europa folgten. Anfang der 1980er Jahre galt die Kiwi in Deutschland als Trend-Frucht und verzeichnete einen enormen Konsumanstieg. Dies gilt bis heute, denn mit ihrem säuerlich-feinen Geschmack zählt die Kiwi zu den beliebtesten Früchten.

Lange Zeit war Neuseeland der einzige Lieferant für Kiwis. Inzwischen kommt ein Großteil unserer Importe aus Italien, Frankreich, Griechenland und Spanien. Dies hat den Vorteil, dass es die Frucht das ganze Jahr über gibt: Saison auf der südlichen Halbkugel von April bis Dezember und von Oktober bis Mai auf der nördlichen. Auch in deutschen Gärten sind immer mehr Kiwi-Sträucher zu finden. Angepasste Sorten machen dies möglich. Allerdings brauchen die meisten Arten eine Befruchtersorte, d. h. eine männliche Pflanze muss in der Nähe der weiblichen stehen. Empfehlenswerte Sorten sind:

  • Weiki, anspruchslos, sichere Ernten, extrem frosthart, walnussgroße, glattschalige Früchte, können mit der Haut verzehrt werden
  • runde Apfel-Kiwi, große Früchte, ertragreich, winterhart, feine Säure, glatte Haut
  • Julia, glatte Schale, aromatisch-süß, braucht keine Befruchtersorte
  • Solissimo, selbstfruchtend, große Früchte mit behaarter Haut
  • Issai, kleine selbstfruchtende Kiwi, glattschalig, sehr frosthart
  • Neuseeland-Kiwi, nur für warme, geschützte Standorte, sehr ertragreich

Alle diese Kiwisorten erreichen eine Höhe bis zu drei Metern und sollten an einem Gerüst gezogen werden. Die Sorte „Issai“ dagegen ist ein stark wachsender und schlingender Strauch. Er kann bis zu 18 Meter erreichen.

Kiwis enthalten mehr Vitamin C als eine Orange. Schon mit einer Frucht ist der Tagesbedarf für einen Erwachsenen nahezu gedeckt. Dazu kommen B-Vitamine, Beta-Carotin und Folsäure. Auch bei den Mineralstoffen können Kiwis punkten: Kalium, Kalzium, Magnesium, Zink, Eisen, Natrium und Phosphat. Außerdem sind wertvolle Ballaststoffe und Antioxidantien darin enthalten.

Manche Menschen können auf Kiwis jedoch allergisch reagieren. Zum einen auf das Enzym Actinidain, das der Verdauung hilft und bei einer Allergie zu Bauchschmerzen und Durchfall führen kann. Zum anderen auf die Fruchtsäure, was ein Brennen auf Lippen, Gaumen und Zunge auslöst.

Inhaltsstoffe, Nährwerte & Kalorien

Nährwerte pro 100 Gramm Kiwi
Energie55 kcal
231 kJ
Protein1 g
Fett1 g
Kohlenhydrate9 g
Ballaststoffe2,1 g
Vitamine
Vitamin C45 mg
Vitamin B10,02 mg
Vitamin B20,05 mg
Vitamin B60,02 mg
Vitamin B120 µg
Vitamin E mg
Folsäure20 µg
Carotine (Beta-Carotin)45 µg
Vitamin A1 (Retinol)0 µg
Mineralstoffe
Natrium (Na)2 mg
Kalium (K)320 mg
Calcium (Ca)40 mg
Magnesium (Mg)25 mg
Phosphat (P)30 mg
Eisen (Fe)0,8 mg
Zink (Zn)0,1 mg
Quelle: "Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Nährwerttabelle"