Deshalb sind Cashewkerne so gesund

Satte zweieinhalb Tonnen Früchte trägt der größte Cashewbaum der Welt jedes Jahr. Dieser in Brasilien, dem Heimatland der Cashews, gedeihende Gigant ist jedoch ein Ausnahmephänomen. Ein durchschnittlicher Cashewbaum ist etwa zwölf Meter hoch, immergrün und recht robust. Er gedeiht in tropischem Klima und wird heute unter anderem in Südamerika und Indien angebaut. Das Hauptanbaugebiet für Cashews sind jedoch einige afrikanische Länder, allen voran Nigeria. Wieso Cashewkerne so gesund sind verraten wir in diesem Beitrag.

Wissenswertes & Interessantes

Die Frucht des Cashewbaums ist sehr außergewöhnlich: Der von uns als Nuss wahrgenommene vorrangig genutzte Teil der Pflanze ist der Samen einer Steinfrucht. Diese Frucht befindet sich unterhalb des Cashewapfels, der zwar wie die Hauptfrucht wirkt, aber tatsächlich nur ein verdickter Stiel ist.
Um die essbaren Cashewkerne zu gewinnen, müssen diese aus der Steinfrucht gelöst werden. Dies ist nicht ganz einfach, da sie von einer giftigen Schale umgeben sind. Die Früchte müssen also zunächst getrocknet und anschließend geröstet werden, um diese zu entfernen. Dabei entstehen toxische Dämpfe durch das verbrennende Schalenöl.

Allerdings werden nicht nur die Cashewkerne genutzt: In den Heimatländern der Cashews wird der Cashewapfel beispielsweise zu Marmelade, Essig und einem alkoholhaltigen Getränk, das sich Caju nennt, verarbeitet. Hierzulande sind Cashewäpfel leider nicht erhältlich, da sie schlecht lagerfähig sind und den Transport nicht überstehen würden. Der giftige Anteil in der Cashewschale kann auch verwertet werden: Das Schalenöl enthält Anacardsäure und kann als Ausgangsstoff für Holzlasuren und andere Beschichtungen verwendet werden. Auch in der Medizin kommt es zum Einsatz. Rinde und Blätter des Cashewbaums kommen seit jeher in der Naturmedizin der brasilianischen indigenen Bevölkerung zum Einsatz.

Cashewkerne sind gesund

Die Aminosäure L-Tryptophan ist die Geheimwaffe des Cashewkerns für unsere Gesundheit: Sie kann in Serotonin umgewandelt werden, das im Gehirn für gute Stimmung sorgt. Die Cashewkerne sorgen also dafür, dass der Körper den glücklich machenden Neurotransmitter produzieren kann und wirkt so wie ein natürliches Antidepressivum.

Auch die in den Kernen enthaltenen B-Vitamine stärken die Nerven. Daneben sind zahlreiche weitere Vitamine sowie für den Körper wichtige Mineralstoffe enthalten. Im Vergleich zu anderen bei uns gern gegessenen Samen und Nüssen enthalten Cashewkerne relativ wenig Fett, nämlich unter 50 Prozent. Somit sind sie deutlich kalorienärmer als beispielsweise Walnüsse, sind aber dennoch ein guter Lieferant für pflanzliche Proteine und die wichtigen ungesättigten Fettsäuren. Diese helfen dabei, das Cholesterin im Körper zu senken. Der hohe Ballaststoffanteil von Cashewkernen sorgt für ein gutes Sättigungsgefühl, sodass sie sogar dabei helfen können, Gewicht zu reduzieren.

Cashewkerne in der Küche

Nicht nur im Studentenfutter sind Cashewkerne eine leckere Bereicherung. In zahlreiche asiatische Gerichte bringen geröstete Cashews eine knackige Komponente. Auch als Topping für Salate eignen sie sich wunderbar.
In der vegetarischen und veganen Küche kommen Cashewkerne besonders häufig zum Einsatz: Mit Wasser zu einer Creme oder einem Mus pürierte Cashews dienen in vielen Gerichten als gesunder Ersatz für Sahne oder sogar als Ausgangsprodukt für Cashewkäse. Die dünnflüssige Variante kann als Milchersatz verwendet werden. Somit sind verarbeitete Cashewkerne eine wertvolle Alternative zu Sojaprodukten.
Ob gesalzen, in Cashew-Cookies, im Müsli oder in einer Cashew-Lasagne – sowohl in der süßen als auch in der herzhaften Variante sind Cashewkerne ein Genuss.