Granatapfel

Granatapfel, Frucht der Götter und Quelle ewiger Jugend und Schönheit. Die 12 cm großen, kugelförmigen, roten Früchte werden seit Jahrhunderten zu Heilzwecken und als Symbol für Fruchtbarkeit und Macht verwendet.

Herkunft

Der bis zu fünf Meter hohe Granatapfelbaum, der zu den Weiderichgewächsen gehört, erreicht ein Alter von mehreren hundert Jahren. Ursprünglich aus Asien und der Türkei stammend, hat sich der Granatbaum heute im Mittelmeerraum, Nord- und Südamerika, Südafrika und Brasilien ausgebreitet.

Anpflanzung

Für die Anpflanzung in Gärten werden kleinere, strauchartige Granatapfelpflanzen gezüchtet. Soll der Granatapfelbaum in einem Kübel gepflanzt auf der Terrasse stehen, wird die Sorte Nana verwendet, die einen zierlichen Wuchs und kleine, rote Blüten aufweist. Die winterharte Sorte Favorite bildet mit den orangefarbenen Blüten einen besonderen Blickfang im Garten. Auch die Sorte Kazake kann bis minus 20° im Freien verbleiben. Besonders große Früchte trägt die Sorte Salavatski.
Die Pflanze bevorzugt gegen Wind geschützte, sonnige Standorte.

Die Frucht des Granatapfelbaumes ist eine Scheinfrucht. Die äußere, ledrige Hülle wird durch Kelchblätter und den Blütenboden gebildet. Im Inneren befinden sich mehrere Kammern mit Samen, den Granatapfelkernen, die durch Membranen voneinander getrennt sind. Die herbe bis süßliche Samenschale platzt bei leichtem Druck und gibt einen rötlichen Saft frei. Der Granatapfelsaft kann pur getrunken werden, oder zur Geschmacksabrundung in Salaten, Fleischgerichten, Desserts und Cocktails verwendet werden. In Armenien und Israel wird aus dem Saft Granatapfelwein hergestellt.

Aus der Schale des Granatapfels wird ein Farbstoff für die Färbung von Wolle und Orientteppichen gewonnen.

Ernte, Reifung und Verzehr

Die frische Frucht, die nach der Ernte nicht nachreift (klimakterische Frucht), ist in Europa in der Zeit von Juni bis Dezember erhältlich. Wird die Frucht mit intakter Schale im Kühlschrank gelagert, ist sie über mehrere Wochen haltbar. Um an die saftigen Kerne zu gelangen, wird der Granatapfel mehrmals auf einer festen Unterlage gerollt und die Spitze abgeschnitten. Die Fruchtschale wird entlang der Membranen eingeritzt und aufgeklappt. Die nun freiliegenden Kerne können mit einem Löffel entfernt werden. Da Granatapfelsaft schwer entfernbare Flecken verursacht, sollten bei der Samengewinnung Handschuhe getragen werden.

Inhaltsstoffe: Wieso Granatäpfel so gesund sind

Die gesundheitsfördernde Wirkung des Granatapfelsafts wurde bereits in antiken Schriften beschrieben. Er wurde hauptsächlich zur Behandlung von Durchfall, Geschwüren, Wurmbefall und Zuckerkrankheit verwendet. In dem Fruchtsaft sind viele Polyphenole, sekundäre Pflanzenstoffe, enthalten, die den Blutdruck senken und Ablagerungen an den Gefäßwänden abbauen. Granatapfelsaft wird auch in der Therapie von Brustkrebs eingesetzt. Das Wachstum bösartiger Zellen und die Versorgung des Tumors mit neuen Blutgefäßen wird verringert, gleichzeitig wird die Zellfunktion gesunder Zellen durch Antioxidantien unterstützt. Der Granatapfel hat einen höheren Vitamin- und Mineralstoffgehalt als andere Früchte. Zusätzlich enthält er große Mengen an Anthocyan, Quercetin, Ellagsäuren und Gallussäuren, Substanzen, die das Immunsystem, die Herzfunktion und Zellregenration stärken.

Für Diabetiker ist der Granatapfel besonders geeignet, da die enthaltenen Substanzen einen raschen Anstieg des Blutzuckers verhindern.

In der Kosmetik wird Granatapfelsaft Cremen und Lotionen zugesetzt. Die Hautzellen werden gegen freie Radikale geschützt. Durch Anregung der Kollagenbildung und vermehrte Wasserspeicherung erhält die Haut wieder ein jugendliches, pralles Aussehen.

Die saftigen Kerne der Paradiesäpfel sind nicht nur wohlschmeckend, sie sind auch, bei regelmäßiger Einnahme, ein Jungbrunnen für Körper und Geist.