Beeren – Gesunde Vitaminbomben

Frische Beeren sind lecker und gesund!

Leuchtende Farben, süßsäuerlicher, erfrischender Geschmack – Sommerzeit ist Beerenzeit. Dazu bietet die heimische Beerensaison von Mai bis September ein reichhaltiges Angebot an köstlichen und vor allem gesunden Beeren. Ob frisch gegessen, als Kompott oder zu Eis und Quark, verarbeitet zu Marmelade oder ein köstlich-beeriger Kuchen, die leckeren Früchte schmecken unvergleichlich und sind ein Genuss bei sommerlichen Temperaturen. Dabei zeigen sich die Beeren als wahre Vitalstoffbomben, denn sie enthalten eine ganze Menge an Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen sowie antioxidative und entzündungshemmende sekundäre Pflanzenstoffe. Es lohnt sich also, reichlich von diesen Früchtchen zu essen.

Umgangssprachlich wird der Begriff Beerenobst für kleine, süße Früchte verwendet. Botanisch gesehen ist dies jedoch nicht korrekt, da in Schließ- und Sammelfrüchte unterschieden wird.

Schließfrüchte bleiben im vollreifen Zustand geschlossen und die Samen vom Fruchtfleisch umhüllt. Dazu gehören die klassischen Beeren wie Johannis-, Heidel- und Weinbeeren, aber auch Bananen, Kiwis und Datteln. Kürbis und Gurken zählen zu den Schließfrüchten, werden aber aufgrund ihrer harten Schale als Panzerfrüchte bezeichnet

Zu den Sammelfrüchten zählen Erdbeeren, Brombeeren und Himbeeren. Genau besehen sind diese Beeren Sammelnuss- bzw. Sammelsteinfrüchte, da sich ihre Samen als Nüsschen oder Steinchen außen auf dem Fruchtkörper befinden

Was zeichnet dieses beerenstarke Obst nun aus? Neben dem köstlichen Geschmack sind es die gesundheitlichen Aspekte. Alle Sorten sind reich an bedeutenden Inhaltsstoffen, die Beschwerden lindern oder Krankheiten sogar verhindern können. Verantwortlich dafür sind wichtige Vitamine, Mineral- und Pflanzenstoffe. Farb- und Gerbstoffe sorgen für eine gute Verdauung, stimulieren den Stoffwechsel und die körpereigenen Abwehrstoffe, kräftigen Lunge, Herz, Gefäße und regen die Nieren an.

1Erdbeeren:

Die köstlichen, roten Früchtchen eröffnen die heimische Beerensaison. Sie sind reich an Vitamin C, Calcium, Kalium und Eisen. Außerdem enthalten sie Gerbstoffe und Flavonoide. Sie wirken stoffwechselanregend, können bei Gicht, Rheuma und Durchfall hilfreich sein

2Himbeeren:

Die süßen, roten Beeren punkten mit den Vitaminen C und A. Rutin, Biotin, Magnesium, Kalium und Eisen sind weitere Inhaltsstoffe. Die Beeren wirken fiebersenkend und blutreinigend, hilfreich auch bei Magen-Darmbeschwerden. Säuren und Gerbstoffe helfen der Leber beim Entgiften

3Brombeeren:

Sie haben einen hohen Eisen- und Kupfergehalt, der für eine gute Sauerstoffversorgung zuständig ist. Außerdem enthalten sie reichlich sekundäre Pflanzenfarbstoffe, welche die Arterien elastisch halten und Verstopfungen darin verhindern

4Heidelbeeren:

Sie enthalten den besonderen Farbstoff Myrtillin Er hemmt im Darm das Wachstum von Krankheitserregern und wirkt mit Vitamin C und Eisen blutbildend. Sekundäre Pflanzenstoffe wirken entgiftend. Betacarotin, Kalium und Natrium sind weitere wichtige Inhaltsstoffe

5Johannisbeeren:

die säuerlich schmeckenden Beeren enthalten reichlich Vitamin C, Calcium, Kalium, Eisen und Phosphor. Sie wirken entgiftend, antibakteriell und immunstärkend. Bei Rheuma und Gicht können sie Linderung verschaffen

6Stachelbeeren:

Neben Vitamin C enthalten diese Beeren Silicium das Haare und Nägel kräftigt. Calcium, Kalium und Magnesium sind weitere wichtige Mineralstoffe. Ballaststoffe wie Pektin bauen Blutfette ab und unterstützen die Verdauung

Damit diese wichtigen Inhaltsstoffe zur Wirkung kommen, nur trockene und pralle Früchte kaufen, da die druckempfindlichen Beeren bei Verletzungen rasch schimmeln. Die frischen Beeren können im Kühlschrank aufbewahrt werden: Erd-, Him- und Brombeeren bis zu 2 Tagen; Johannis-, Stachel- und Heidelbeeren bis zu 4 Tagen. Ansonsten sollten sie schonend und rasch verarbeitet werden. Beim Waschen die Beeren nur kurz in das Wasser tauchen und dann auf einem Küchentuch abtrocknen lassen. Liegen die Früchte länger im Wasser, saugen sie sich voll und werden matschig. Himbeeren und Brombeeren müssen nicht unbedingt gewaschen werden.

Die Verwendungsmöglichkeiten der Beeren sind vielfältig. Neben leckeren Beerenkuchen, Marmelade, Saft, Kompott oder Fruchteis lassen sie sich auch einfrieren. Dazu die Beeren nebeneinander auf eine Platte oder ein größeres Schneidbrett legen und anfrieren lassen. Danach in Behälter oder Beutel füllen und vollends einfrieren. Allerdings sind die Früchte – außer Heidelbeeren – nach dem Auftauen nicht mehr so fest wie frisch. Doch für einige Zubereitungen eignen sie sich trotzdem. Und vor allem: Beim Einfrieren bleiben die Vitamine erhalten.