Du willst Fitnesstrainer werden? Das MUSST du drauf haben…

Egal wie gut ein Fitnesstrainer auch sein mag – am Ende muss man die Arbeit schon selbst machen. Aber ein guter Trainer kann einem wertvolle Tipps geben, die richtigen Impulse und einen dazu motivieren am Ball zu bleiben und immer besser zu werden. Es gibt hervorragende Trainer und noch viel mehr schlechte. Einen guten Coach und Personal Trainer erkennst du an diesen 10 Eigenschaften.

1Expertise & Know How: Er weiß wie es geht

Er (oder sie) hat Ahnung und weiß wovon er redet. Niemand hat sämtliche Trainingsweisheiten mit dem Löffel gefressen und nicht jeder weiß viel oder gar alles. Wichtig ist, dass er mehr als du weiß und genug, um dir die wichtigsten Übungen korrekt zeigen zu können. Dazu gehört zum einen, dass er dir die Bewegungsabläufe aneignen kann und zum anderen, dass er dich dann beim Training beobachtet und gegebenenfalls korrigiert. Auch einen geeigneten Trainingsplan sollte er dir aushändigen können. Diesen muss er nicht selbst erstellt haben. Bewährte Trainingspläne für Anfänger sind genau das richtige zum durchstarten. Je mehr ein Fitnesstrainer weiß und je erfahrener er ist, je länger kann er dich unterstützen. Du solltest aber vorsichtig sein – oft werden Halb- oder Unwahrheiten verbreitet. Es schadet also niemals, Informationen zu überprüfen und weitere Meinungen einzuholen.

2Kompetenzsimulant? Nein danke…

Kompetent zu sein ist gut. Egal auf welchem Gebiet. Wenn du ernährungs- oder trainingsspezifische Fragen hast, sollte ein richtig guter Trainer diese auch kompetent beantworten können. Und wenn er es nicht können sollte, sollte er die Größe haben, dies zuzugeben. Die besten Coaches machen sich bei ungeklärten Fragen für dich auf die Suche nach der richtigen Antwort. Sie fragen, recherchieren und eignen sich das fehlende Wissen einfach an um dir und anderen noch besser helfen zu können. Jemand der hingegen alles (besser) weiß und sich zu jedem Thema äußern kann ist entweder verdammt gut oder ein Kompetenzsimulant. Die geben gebetsmühlenartig jeden Unsinn wieder wie sie ihn einst aufgeschnappt haben ohne irgendetwas auf den Grund zu gehen und Erklärungen zu suchen oder etwas zu hinterfragen. Kompetenz erlangt man auf einem bestimmten (Fach)gebiet nur, indem man viel Zeit investiert und akribisch versucht, stets bemüht ist, alles was als Common Sense gilt, allgemeine Empfehlungen etc. zu hinterfragen und ihnen auf den Grund zu gehen. Diese “Trainer” sind diese Bezeichnung nicht wert. Nicht alle sind so. Aber zu viele. Sei als Trainer der ehrliche Typ und suche dir als Anfänger einen Coach, der ehrlich ist.

3Geduld

Ein wahrer Trainer ist stets geduldig. Geduld ist eine Tugend. Es geht darum, jedem Wege aufzuzeigen, wie er seine Ziele erreichen kann. Was er daraus macht, ist seine Sache. Manchmal investiert er viel Zeit in ambitionierte Anfänger, die nach ein paar Wochen das Training schleifen lassen oder auf seinen gutgemeinten Rat pfeifen. Sie nehmen mehr Gewicht, trainieren unsauber. Wenn sie dann irgendwann wieder auf ihn zukommen sollte er jederzeit wieder bei Null starten können und niemandem die kalte Schulter zeigen. Er sollte die Fragen auch dann konsequent und nach bestem Wissen und Gewissen beantworten, wenn die Gefahr besteht, dass sein Rat links rein und rechts wieder raus geht. Er braucht sich nichts vorzuwerfen.

4Empathie & Einfühlsamkeit

Ein guter Trainer weiß nicht nur wovon er redet sondern auch, wie sein Gegenüber fühlt und wo das Problem liegt oder könnte. Ein guter Fitnesstrainer hat sozusagen einen siebten Sinn. Jemand der sein ganzes Leben lang die Statur eines schlanken Spargeltarzans oder einen athletischen Körper hatte ohne jemals all zu viel dafür tun zu müssen kann sich zum Beispiel nicht zwangsläufig in eine stark übergewichtige Person hineinversetzen. Das sollte man wissen und sich stets vergegenwärtigen. Es ist eben nicht immer alles eine Willenssache. Es gibt viele individuelle Faktoren und Umstände, die ein Schema X nicht nur überflüssig, sondern unsinnig machen können. Jeder Proband hat andere Voraussetzungen und oftmals machen individuelle Umstände die psychischer Natur sein können aber auch physischer wie genetische Prädispositionen, die Planung und Umsetzung des Konzepts schwieriger. Einfühlungsvermögen und die Bereitschaft den eigenen Horizont zu erweitern, sich auf andere einzulassen ohne sie an den eigenen Erfolgen und Maßstäben zu messen ist sehr wichtig. Ein guter Personal Trainer und Coach fragt macht jeden Einzelnen zum Mittelpunkt, versucht ihn zu verstehen und geht optimal auf ihn ein.

5Erreichbar – Für dich da

Ein guter Trainer ist auch für dich und deine Belange da, wenn du nicht im Gym bist. Wenn du Fragen hast, sollte er für dich erreichbar sein ohne dass du das Gefühl hast, ihm zur Last zu fallen. Das ist natürlich keine Aufforderung, ihn zu belästigen mit Belanglosigkeiten und Mikrofragen. Aber wenn es etwas wichtiges ist, sollte er erreichbar sein. In Kontakt zu bleiben ist heute einfach. Ob man sich über Social Media verbindet oder auf WhatsApp zurückgreift. Für Probanden ist es immer ein gutes und sicheres Gefühl, sich an ihren Trainer wenden zu können, wenn sie dies für erforderlich halten.

6Fehlbar sein – kein Konkurrent

Ein guter Trainer beansprucht für sich nicht das Monopol auf Wissen und Expertise. Er animiert dich dazu, dich selbst schlau zu machen. Und wenn du ihm irgendwann etwas Konstruktives mitteilen, ihn korrigieren oder ergänzen kannst, dann ist er nicht eingeschnappt oder reagiert negativ. Er fühlt sich auch nicht reduziert oder in seiner Ehre verletzt. Er ist dankbar dafür, einen Hinweis, Tipp etc. gekriegt zu haben und darauf aufmerksam gemacht worden zu sein, dass er vielleicht falsch liegen könnte. Er weiß nämlich, dass er nicht perfekt ist. Niemand ist perfekt und niemand weiß alles. Er wird der Sache auf den Grund gehen und wenn du recht haben solltest, wird er sein zusätzliches Wissen, sein komplettiertes Wissen fortan so weitergeben. Sich auf Augenhöhe zu begegnen ist das A und O.

7Offenheit für Neues

Ein richtiger Trainer weiß, dass viele Wege nach Rom führen und nicht jeder Weg für jeden seiner Schützlinge der beste ist. Einige Pfade und Wege fallen abhängig von den Voraussetzungen und Zielen des Greenhorns sogar ganz flach. Und außerdem – nicht jeder will nach Rom. Wer nach Moskau, Melbourne oder Finnland möchte, läuft in die falsche Richtung. Festgefahrene Dogmen und Denkmuster sind in vielen Fällen destruktiv. Es heißt “never change a running system” – verändere nichts, was funktioniert. Wenn man aber vor der Herausforderung steht jemanden weiterzubringen in Richtung seiner physischen Ziele hin zu seinem Traumkörper und der Trainingsplan funktioniert nicht oder macht keinen Spaß, muss man umdenken und Alternativen suchen. Es gibt sie. Immer. Und wenn man selbst keine parat hat, muss man einen Blick über den Tellerrand werfen und sehen, welche Methoden andere Fitnesstrainer und Coaches erfolgreich anwenden und sich diesen bedienen.

8Ein guter Trainer ist wie ein Kumpel

Ein richtiger Trainer lässt dich niemals aussehen wie einen Vollidioten bzw. einen Anfänger. Er gibt dir immer das Gefühl, dass deine Leistung großartig ist. Für ihn persönlich mag sie ein Witz sein, aber jeder hat irgendwann einmal klein angefangen. Er auch. Er weiß das. Er führt dich nicht vor und wenn er dir eine Übung zeigt wählt er kein surreales Gewicht mit dem er dir zeigen möchte, wer der Stärkere ist. Er will dir nicht imponieren, sondern dich motivieren und animieren dich zu verbessern und deine eigenen Grenzen zu überschreiten und vorwärts zu kommen.

9Vorbild sein

Personal Trainer und Coaches aller Art sollten Vorbild sein. Wenn der Trainer den coolen Typen raushängen lässt, dich dazu animiert möglichst unsauber zu trainieren und zu schwere Gewichte zu verwenden, dir das Gefühl gibt, dass ohne chemische Keule niemand schlank oder groß und stark wird, dann wirf ihn gleich in die imaginäre Tonne und leg nen stählernen Deckel drauf. Ein Fitnesstrainer sollte ein Ideal verkörpern zu dem man aufschauen kann. Er oder sie pflegt einen gesunden Lifestyle, zieht seine Workouts so konsequent und in der Form durch die auch von den Schützlingen verlangt wird und produziert keinen Mist.

10Motivierend & Inspirierend

Wer vorwärts kommen will und dafür körperlich einiges leisten muss um den inneren Schweinehund Woche für Woche zu überlisten und letztendlich besiegen, braucht vor allem eines: Motivation. Gute Trainer haben die Fähigkeit, dich motivieren und inspirieren zu können. Sie inspirieren andere, alles zu geben. Ein guter Motivator begeistert einen immer wieder aufs Neue und gibt einem den Drive, regelmäßig im Gym oder Sportstudio auf der Matte zu stehen um sein Workout zu absolvieren. Es geht um Ausstrahlung und Charisma. Fitness Motivation gibt es heute übrigens auch auf Instagram und natürlich Workout Motivation. Mit Unterstützung und anderen Personen die das selbe Ziel verfolgen fällt es leichter am Ball zu bleiben.

Braucht man einen Trainer oder Coach überhaupt?

Wenn du dich selbst motivieren kannst, dazu bereit bist dich einzulesen zuerst in die Grundlagen und auf dieses Wissensfundament dann aufbaust, dann brauchst du keinen Trainer. Aber du brauchst jemanden, der dir den Einstieg ermöglicht. Wenn du einen Trainingsplan parat hast an den du dich halten möchtest brauchst du jemanden, der dir zeigt, wie die Übungen auszuführen sind. Jemanden, der dich korrigiert, bis du den Dreh raus hast. Wenn du einen Trainingspartner, eine Trainingspartnerin hast, der / die sich mit der Materie auseinandersetzt, mit dir trainiert, dich korrigieren und motivieren kann, dann bist du gut beraten! Und wenn du einen kompetenten Ansprechpartner im Studio hast – es muss nicht der ausgewiesene Trainer sein – der dir Tipps gibt und dich mit wirklich fundierten Ratschlägen und Wissen versorgt, dann kannst du dein Ding auch allein, als One Man Show durchziehen.

Die Spreu vom Weizen lässt sich mit den oben aufgeführten Fähigkeiten trennen. Jemand der alle vereint, ist ein echter Superheld und leider sehr selten anzutreffen oder sehr teuer als Personal Trainer, da er sehr gefragt sein dürfte.

Gerade als Anfänger verlässt man sich gerne auf den Fitnesstrainer vor Ort der einem mit Rat und Tat zur Seite steht. Man sollte sich aber immer, egal wie man betreut wird, auch selbst Wissen aneignen. Informationen aus dem Internet, Intuition und die Erfahrungen und das Feedback anderer Trainierender sind sehr wichtig und können einen wirklich weiter bringen.

In Fitnessstudios finden sich leider viele Trainer, bei denen die Kompetenz häufig zu wünschen übrig lässt. NEIN – Das gilt keinesfalls für alle Trainer. Aber Hand aufs Herz, es gibt Trainer die nur dazu gut sind Getränke auszuschenken und einem einen guten Tag zu wünschen. Es gibt aber auch richtig gute Coaches und ein solcher sollte man sein oder sich als Trainierender an einen solchen halten.

Jemand der mit einem unverfälschten Blick von außen auf einen schaut und eine emotionale Stütze darstellt hilft dabei, Grenzen zu überschreiten.